Harald Martenstein: Über die Gefahren von Frischmilch und die erleichternde Erkenntnis, dass im Grunde alles schädlich ist

© Fengel
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Aus der Serie: Martenstein ZEITmagazin Nr. 18/2019
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Ich habe immer gern Milch getrunken. Ich bin ein Milchbubi. Wenn ich nachts Durst kriege, gehe ich zum Kühlschrank, was ich dann zu mir nehme, ist wohl klar. Es ist nicht mehr ganz so viel wie früher, weil mir die Kühe leid tun. Vor Jahren hatte ich überlegt, komplett auf Sojabrühe umzusteigen. Dann habe ich gelesen, dass die Sojaproduktion auch eine Öko-Sauerei darstellt. Insofern weiß ich jetzt gar nicht mehr, was ich machen soll, und trinke nachts abwechselnd das eine und das andere Teufelszeug, manchmal sogar Wein, der Umwelt zuliebe.