Harald Martenstein: Über Schlechtes, das wiederkommt. Und über den Leonberger

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Aus der Serie: Martenstein ZEITmagazin Nr. 20/2019
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Ich traf einen Kollegen, der für die taz schreibt. Wir unterhielten uns über Identitätspolitik. Viele Leute definieren sich heute über eine einzige ihrer vielen Eigenschaften, zum Beispiel als nichtweiße "People of Colour", als zwischen den Geschlechtern mäandernde "Queere", als "Deutsche" und darüber, was es sonst noch so an Eigenschaften gibt. Der kundige Kollege sagte, alte weiße Schwule seien ein neues Feindbild in einem Teil der queeren Szene. Die würden, heiße es in der Szene, in Wirklichkeit gar nicht mehr diskriminiert. Sie würden aber hartnäckig so tun, als ob. Die seien genauso schlimm wie die Heteros.