Roboter: Sie kommen

© Andri Pol
In der Arbeitswelt sind Roboter längst üblich. Nun arbeiten Forscher daran, sie auch ins Privatleben der Menschen zu holen – sie sollen nicht nur helfen, sondern sogar unsere Freunde werden. Von
ZEITmagazin Nr. 21/2019

Wenn man die Räume der Personal Robots Group betritt, einer Forschungsgruppe am MIT Media Lab in Cambridge bei Boston, meint man, in einer Puppenwerkstatt gelandet zu sein: überall in den Regalen bunte Zottelkameraden, die auch in der Sesamstraße auftreten könnten. Auf einem Tisch hockt ein schwarz-gelber Gnom, katzengroß, daneben einer in Grau-Orange, einer in Grün-Blau. Ihre Köpfe sind gesenkt, als würden sie ein Nickerchen halten. Auf einem Sideboard sitzt ein haariges Wesen mit großen Augen. Mit seiner niedlichen Hundeschnauze und seinen Fledermausohren könnte es sich als Haustier in einer Star Wars-Episode bewerben. Und dann ist da noch ein kleiner weißer Kerl, der sich bewegt wie eine hyperaktive Nachttischlampe. Er heißt Jibo, mindestens 50 seiner Artgenossen sind im Raum verteilt. Manche scheinen ab und zu ihre Köpfe nach Besuchern zu recken.