© Silvio Knezevic

Eintopf mit Mangold: Seelenwärmer ohne Saison

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Aus der Serie: Wochenmarkt ZEITmagazin Nr. 23/2019

Was fällt Ihnen als Erstes ein, wenn jemand Frühling sagt? Aperol Spritz und Barfußgehen auf der Wiese oder Heuschnupfen vielleicht. Ich denke an einen schönen, deftigen Eintopf. Einziges Zugeständnis an die warme Jahreszeit ist der Mangold, den ich statt Grünkohl verwende. Und wieder: kein Spargel. Die Spargelsaison muss leider weiterhin ohne mich auskommen. Ansonsten besteht dieses Gericht aus den bauch- und seelenwärmenden Stärkeprodukten Kartoffeln und Nudeln, die man meiner Meinung nach unabhängig von der Jahreszeit regelmäßig verzehren sollte. Ich habe außerdem noch einen Tipp, mal aus einem anderen Bereich als der Küche: Nicht nur darf man den Spargelwahn hinterfragen, es ist auch erlaubt, weiterhin Schwarz zu tragen, wie im Winter. Pastelltöne sind kein Muss, sobald es draußen über 5 Grad ist, weiße Hosen auch nicht, und ich meine hier übrigens Männer genauso wie Frauen.

In einem großen Topf das Olivenöl erhitzen, darin gehackte Zwiebeln, gehackte Karotten und gehackten Fenchel andünsten. Salzen und pfeffern. Nach 5 Minuten Lorbeer, Thymian, Tomatenmark, Brühe und in 2 cm große Würfel geschnittene Kartoffeln dazugeben. Ebenso die in Stücke geschnittenen Stiele des Mangolds hinzufügen – die Blätter erst mal beiseitestellen. Alles mit Brühe begießen. Brühe aufkochen, Temperatur herunterschalten und das Ganze 20 Minuten lang köcheln lassen. Nun die in Streifen geschnittenen Mangoldblätter und die Pasta in die Suppe geben, eventuell noch etwas Brühe hinzugießen – das Gemüse sollte mit Flüssigkeit bedeckt sein. Noch einmal aufkochen, die Temperatur wieder herunterschalten, dann ungefähr 7 bis 10 Minuten lang köcheln lassen, bis die Pasta gar ist. Servieren mit geriebenem Parmesan und dazu etwas Olivenöl.

Eintopf mit Mangold

Zutaten für 4 bis 6 Personen: 3 EL Olivenöl plus ein wenig zum Servieren, 2 Zwiebeln, 2 Karotten, 1 Fenchelknolle, Salz, Pfeffer, 1 Lorbeerblatt, 3 Thymianzweige, 2 TL Tomatenmark, 1,5 l Gemüsebrühe, 5 Kartoffeln, 400 g Mangold, 200 g kurze Pasta, geriebener Parmesan zum Servieren

Kommentare

10 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Ich bin ein Fan davon, Kartoffeln UND Pasta in einem Rezept zu verwenden, obwohl dies - insbesondere bei Besuch - gelegentliches Naserümpfen oder zumindest fragende Blicke auslöst. Das Rezept ist daher sofort auf meine Liste "gebookmarkter" Rezepte gewandert.

Mangold ist tatsächlich in vielen Supermärkten nur schwer erhältlich, dagegen - saisonal sehr eng aber zur Zeit gerade noch - Mairübchen. Das Weiße anstelle des Fenchels und das Grün anstelle des Mangolds. Ansonsten das Rezept lassen, wie es ist. Nur so ne Idee... (Vielleicht im nächsten Jahr, Frau Raether? ;-))