Minidrohne: Mirko Borsche verfolgt einen Praktikanten mit einer Drohne

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Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 26/2019

Es gibt Geräte, da fiebert man darauf hin, sie endlich auszuprobieren. So ging es mir mit der DJI Spark, einer Minidrohne, mit der man Fotos und Videos aufnehmen kann. Die DJI Spark ist nicht nur klein, sondern auch sehr leicht, ebenso leicht ist es, sie zu bedienen. Sie hat eine Schwenkkamera und einen Sicherheitsmodus, sodass man nicht zu nah an Gegenstände oder Personen heranfliegt. Man kann diesen Modus auch deaktivieren, wenn man sich traut. Traute ich mich aber nicht.

Während ich also im Sicherheitsabstand mit der Drohne über die Staatsoper in München flog, die zu einem Event auf dem Vorplatz eingeladen hatte, sah ich das Live-Bild auf meinem Handy. Eine weitere Spielerei ist die Gesichtserkennung. Die Kamera merkt sich einen Gegenstand oder ein Gesicht und folgt ihm. Auch wenn man damit niemanden heimlich verfolgen kann – dafür ist die Drohne zu laut –, bringt der Modus trotzdem Spaß. Und er funktioniert so gut, dass er unseren Praktikanten wahnsinnig gemacht hat – nachdem ich ihm 20 Minuten lang gefolgt war, musste ich abbrechen. Also probierte ich etwas Neues. Man kann die DJI Spark nämlich auch gänzlich ohne Handy steuern: Durch sogenanntes Deep Learning erkennt die Drohne Gesten, sodass man die Kamera mit einer einfachen Handbewegung in Gang setzen und lenken kann.

Einen Tag filmte ich alles und jeden auf dem Opernplatz, erhielt gestochen scharfe Aufnahmen, nah dran oder aus der Höhe. Dann fiel mir nichts mehr ein. Sollte ich die Isar entlangfliegen?

Es gibt ja jetzt auch Unterwasserdrohnen. Ich frage mich, was ich damit filmen soll. Das berühmte Isar-Riff? Die versunkene Stadt im Starnberger See? Es gibt Geräte, da fiebert man darauf hin, sie auszuprobieren. Und nach zwei Tagen legt man sie in die Ecke.

Technische Daten:

Größe: 143 x 143 x 55 mm
Gewicht: 300 g
max. Fluggeschwindigkeit: 50 km/h
Reichweite: 2 km
Preis: 499 Euro

Kommentare

1 Kommentar Kommentieren

" über die Staatsoper ... flog"
Ist das überhaupt erlaubt ? Historische Gebäde und Menschenansammlungen sind doch verboten, wg. Sicherheit. So ein Akku kann so ein Gebäude in Brand setzen.
Außerdam darf ich Menschen nicht so einfach aufnehmen, das Copyright von meinem Gesicht liegt immer noch bei mir, und bei der allmächtigen Sicherheit natürlich auch.
Wenn der Akkumulator 20 Minuten reicht, muß das ein mächtiges ding sein, möchte ich nicht auf meinen Kopf bekommen.
Wo landet der Akku, wenn er ausgedient hat und verbraucht ist ?