© Yushi Li

Partnerwahl: "Traurigerweise haben die Männer Erfolg, wenn sie auf cool spielen"

Um zu verstehen, wie Menschen Entscheidungen treffen und ihre Partner aussuchen, analysiert die Soziologin Elizabeth Bruch die Daten eines Datingportals. Ein Gespräch über Strategien der Liebe in der digitalen Zeit Interview:
Aus der Serie: Stefan Kleins Wissenschaftsgespräche ZEITmagazin Nr. 26/2019

Seit wir ständig online sind, bleibt nichts mehr geheim. Der digitale Fußabdruck des Durchschnittsbürgers wird mittlerweile auf ein halbes Gigabyte täglich geschätzt. Elizabeth Bruch, 42, gehört zu einer neuen Generation von Forschern, die unser Verhalten anhand solch riesiger Datensätze untersuchen. Sie studierte Soziologie in Los Angeles und ist heute Professorin in diesem Fach an der University of Michigan. Seit einem Jahrzehnt befasst sie sich mit der Frage, was das Internet über die Liebe verrät und wie Big Data und Algorithmen unser Leben verändern. Derzeit schreibt sie an einem Buch über die Strategien der Partnerwahl, wofür sie sich an das Berliner Wissenschaftskolleg zurückgezogen hat. Wir trafen uns dort in der mit dunklem Walnussholz vertäfelten Bibliothek.