Deutschland: Schafe

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 27/2019

Deutschland

Quelle: Destatis, Agrarstrukturerhebung/Landwirtschaftszählung 2016 © 1kilo

Im Gegensatz zu vielen Kühen und Schweinen haben es Schafe gut, sie werden überwiegend artgerecht und draußen gehalten. Denn die 1,8 Millionen deutschen Schafe liefern nicht nur Wolle, Milch und Fleisch, sie sind auch bei der Landschaftspflege sehr nützlich. Die meisten Tiere findet man in den Landkreisen Nordfriesland und Dithmarschen, wo sie helfen, die Deiche instand zu halten: Sie sorgen dafür, dass die Grasnarbe kurz und dicht bleibt, und sie trampeln den Boden fest. In vielen bergigen Regionen, etwa in der Rhön, kann man schwere Maschinen nicht benutzen, man ersetzt sie durch Schafe. Im Landkreis Reutlingen auf der Schwäbischen Alb, Platz vier unserer Liste, haben die Schafe dazu auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz viel Raum. An die 1000 hauptberufliche Schäfer gibt es noch und dazu Tausende, für die Schafhaltung nur Nebenberuf oder Hobby ist. Viele ziehen mit ihren Tieren wie seit Jahrhunderten durch die Landschaft, andere halten ihre Schafe auf Koppeln. Doch die Schäfer beklagen, das Geschäft lohne kaum noch. Und weil das Land so zersiedelt ist, werde es immer schwieriger, mit den Herden umherzuziehen.

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Ein Mensch, der einen andern traf,
geriet in Streit und sagte: "Schaf "
Der andre sprach: "Es wär' Ihr Glück,
Sie nähmen dieses Schaf zurück!"
Der Mensch jedoch erklärte: Nein,
er säh dazu den Grund nicht ein.
Das Schaf, dem einen nicht willkommen,
vom andern nicht zurückgenommen,
steht seitdem, herrenlos und dumm
unglücklich in der Welt herum.
Eugen Roth