Timo Boll: "Ich habe keine Vorstellung davon, wie ein Leben ohne Tischtennis aussehen kann"

© Ramon Haindl
Aus der Serie: Ich habe einen Traum ZEITmagazin Nr. 27/2019
Artikel anhören (Abo)

Am 24. Juni 2020 beginnen die nächsten Olympischen Spiele. Natürlich träume ich davon, mich wieder für sie zu qualifizieren. Allerdings fiebere ich den Spielen nicht mehr so entgegen wie bei meiner ersten Olympia-Teilnahme vor 19 Jahren. Ich träume nicht in erster Linie von Titeln. Wichtiger sind mir gute Spiele, meine innere Zufriedenheit und der Flow, in den ich gerate, wenn alles funktioniert. Dann versinke ich tief in meinem Spiel und weiß, was der andere tun wird, bevor er es tut – ein traumartiger Zustand. Natürlich steht mir meist ein Spieler gegenüber, der alles unternimmt, damit sich dieses Gefühl mentaler Überlegenheit bei mir nicht einstellt. Dieser psychologische Wettstreit ist für mich das Spannendste an meinem Sport.