Tischlampe: Mirko Borsche bringt Licht ins Dunkel

© Holy Trinity GmbH
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Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 27/2019

Manchmal sehen Dinge so gut aus, dass ihre Funktion in den Hintergrund tritt. Ein bisschen trifft das auf alle Gegenstände zu, die besonders gut oder auch besonders auffällig designt sind. Das Erstaunliche ist, dass es inzwischen selbst für sehr zweckmäßige Gegenstände gilt.

Die Tischlampe Rima von Holy Trinity ist einen Meter lang und steht auf zwei Drahtbügeln. Sie erinnert an einen Schwebebalken, und vier verschiebbare Metallringe sind daran befestigt. Diese vier Ringe bestimmen das Lichtfeld. Zieht man die Ringe auseinander, erweitert es sich, zieht man sie zu, wird es kleiner, ähnlich wie bei einem Vorhang, den man auf- und zuziehen kann. So kann man ein Lichtfeld schaffen oder auch zwei, wenn man die Ring-Paare auseinanderstellt. Das Licht der Lampe ist warmweiß, und das maximale Lichtfeld ist groß genug, um den gesamten Schreibtisch auszuleuchten. Kurz gesagt: Ihren eigentlichen Sinn und Zweck erfüllt die Rima sehr gut.

Das allerdings hat kaum jemanden interessiert, der in den vergangenen Wochen mein Büro betreten hat. Jeder, wirklich jeder sprach mich auf die Tischleuchte an. Nicht unbedingt jedem gefiel, was er sah, aber jedem fiel die Lampe auf.

Ich glaube, heutzutage gibt es im Büro keinen Bereich mehr, in dem nicht das Design eine Rolle spielt, von Lampen ganz abgesehen. Und die Schreibtischlampe, die schon immer im Blickpunkt der Designer stand, ist nicht mehr einfach nur ein Vehikel für optimales Licht, das gut aussehen soll. Aus ihr ist eine Spielerei geworden.

Ich mag Design. Sehr sogar. Meine alte Schreibtischlampe, eine Artemide Tolomeo, ist schlicht. Nicht halb so aufregend wie die Rima. Aber was soll ich sagen: Sie genügt mir vollkommen.

Technische Daten

Größe: 1061 x 392 x 151 mm
Gewicht: 1200 g
Lichtstrom: 1260 lm
Material: Aluminium
Preis: 1489 Euro

Kommentare

3 Kommentare Kommentieren

Bei mir würde das Ding alle 5 Minuten runterfliegen, obwohl es 1200 Gramm wiegt.
Die Leistungsaufnahme ist 18 Watt, was für ein LED Leuchtmitttel dürftig ist.
Ein Kabel konnte ich auch auf der Hersteller Web Seite nicht finden. Wird die Leuchte über Gestesblitze mit Energie versorgt ?
Was geschieht mit dem abgeblendeten Licht ? Wird das einfach versteckt ? Das wäre Verschwendung. Oder heizt es die Umwelt auf ? Das wäre noch schlechter.
Die Klimaanlage benötigt die 3-fache Menge an Energie um die Heizleistung des abgeblnedeten Lichts wieder runter zu kühlen.

HOLY TRINITY

#2  —  vor 8 Monaten

Sehr geehrter Kritiker,

nicht jedem gefällt was er sieht. Das Ding - auch RIMA genannt, lässt sich natürlich mit dem mitgelieferten und bereits integriertem Stromkabel versorgen. Die Leuchte über Geistesblitze zu steuern, wäre aber auf jedenfall eine Innovation:-)

Beim Modell RIMA finden sich 56 aneinandergereihte LEDs. Damit lässt sich eine ausreichend starke Beleuchtung, mit 1260 Lumen und 3000 Kelvin, erzielen. Über vier Ringe lassen sich die Lichtkegel individuell steuern. Dabei werden die LEDs deaktiviert, nicht verdeckt und somit entsteht kein Schaden für die Umwelt.. Es gibt also keine „Verschwendung“ und es heizt sich auch nichts auf. ( Die RIMA hat eine Effizienz von 70 lm/W).

Sollten Sie dazu noch weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gern persönlich.

Und wie funtkioniert das "Deaktivieren " ? Bin Ing. und komme aus der Elektro-Mechanik, bin deswegen mit Marketing Geschwätz nicht zufrieden.
Werden die LEDs dann abgeschaltet oder überbrückt ? Wie lange funktionert das ?