© Cole Wilson

Mode: Nach einem neuen Muster

Sie befreien Männer aus alten Rollenbildern, kleiden Frauen für ein Leben zwischen Karriere und Familie und entwerfen eine radikal neue Idee von Schönheit, die nicht vom Alter oder von der Kleidergröße abhängt: Wie drei New Yorker Designerinnen beweisen, dass man mit Mode doch die Welt verändern kann. Von
ZEITmagazin Nr. 28/2019

Der Memorial Day ist einer der wenigen amerikanischen Feiertage, an denen in New York, der Stadt, in der man sonst immer alles zu jeder Zeit bekommt, sogar Restaurants schließen. Aber im Atelier von Emily Bode, das an einer wuseligen Straße in Chinatown über einer Bäckerei mit klebrigen weißen Torten im Schaufenster liegt, wird an diesem Montagmorgen Ende Mai gearbeitet. "Sie hassen mich", scherzt Bode über die sieben Mitarbeiter, die sich in einem winzigen, bis an die Decke mit Stoffen vollgestopften Raum über Laptops und cremefarbene Spitze beugen.