Deutschland: Wohnmobile

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 28/2019

Wohnmobile

Wohnmobile

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg; eigene Berechnungen © 1kilo

Die Ferienzeit hat begonnen. Das bedeutet: Die weißen Riesen, die Wohnmobile, die den Winter über ruhen mussten, dürfen spätestens jetzt auf die Straßen. Mehr als eine halbe Million Wohnmobile sind in Deutschland zugelassen, anderthalbmal so viele wie noch vor zehn Jahren. Zwei Wohnmobilregionen zeichnen sich ab: Schleswig-Holstein, da ist man schnell mal am Meer, und das Voralpenland, da ist man schnell mal in den Bergen. Das Lieblingsziel von deutschen Wohnmobilnutzern ist laut Deutschem Tourismusverband nämlich Deutschland. Selbst eine geografische Nähe zum hügeligen und wohnmobilgeeigneten Frankreich führt offenbar nicht zu verstärktem Wohnmobilkauf. Die Nähe zu Polen schon gar nicht. Im Osten mangelt es womöglich eher am Geld als an der Liebe zum rollenden Urlaub, denn die Gefährte sind teuer: Für sein neues Wohnmobil gibt man im Schnitt unglaubliche 73.000 Euro aus. Das können sich oft nur die Menschen leisten, die dafür ein paar Jahrzehnte gespart haben. Und die bleiben mit dem teuren Gefährt, vielleicht auch aus Angst, es könne geklaut werden, offenbar eher innerhalb der Landesgrenzen.

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