Reisebüros: Reisebüros

Thomas Cook ist pleite? Man kann trotzdem gut in den Herbsturlaub kommen. Und anders als vermutet wird die Mehrzahl der Reisen immer noch nicht im Internet gebucht.
Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 41/2019

Da können die einpacken

Quelle: Deutscher Reiseverband © 1kilo

Trotz der Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook und der Aufregung um im Ausland gestrandete Touristen fahren viele Deutsche jetzt in Urlaub, in den meisten Bundesländern beginnen die Herbstferien. Und obwohl man es nicht vermuten würde, hat die Mehrzahl von ihnen nicht im Internet gebucht. Noch immer erwerben sie 57 Prozent aller privaten Reisen offline, vor allem in Reisebüros, manchmal auch über Callcenter. Besonders bei großen Reisen wie USA-Trips oder Kreuzfahrten und bei speziellen Angeboten für Studenten oder Senioren lässt man sich gern persönlich beraten. Es gibt zwar nicht mehr so viele Reisebüros wie früher, insgesamt 11.000 – im Jahr 2002 waren es noch 14.000. Doch die Zahl ist recht stabil. Und besonders viele Reisebüros im Verhältnis zur Einwohnerzahl gibt es nicht etwa da, wo mehr Wohlstand herrscht und damit wohl auch eine größere Servicementalität – sondern im Osten. Dort entdeckte man das Reisen erst richtig in den Nachwendejahren. Den Rekord hält Thüringen, gefolgt von Sachsen und Bremen. Die Thüringer und Sachsen sind im Schnitt aber auch etwas älter und setzen sich wohl nicht so gern vor den Computer.

Quelle: Deutscher Reiseverband

Kommentare

93 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

Kommt immer darauf an wohin und wie jemand reist. Wenn man keine Pauschalreisen mag braucht kein selbständiger Mensch mehr ein Reisebüro und sicherer ist es auch wenn man sich die kürzliche Insolvenz bei TC anschaut ( ok ... könnte noch die Airline grounden ).

Gemütlicher ist es auch von zuhause aus alles zu machen - dann aber Leute im Reisebüro zu belästigen ( wobei ich nicht wüsste was ich da dann sollte ) ist wirklich unverschämt .