Deutschland: Meteoriten

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 48/2019

Meteoriten

Meteoriten

Quelle: The Meteoritical Society, Lunar and Planetary Institute © 1kilo

Auch wenn es auf der Karte nicht so aussieht: Jeder Ort auf der Erde, also auch jeder in Deutschland, hat die gleiche Chance, von einem Gesteinsbrocken aus dem All getroffen zu werden. Wenn er in die Atmosphäre eindringt, dann noch superschnell, sieht man einen Meteoriten gut, weil die Luft um das Gestein herum hell leuchtet. Aber die letzten Kilometer, schon gehörig abgebremst, fällt er ohne glühende Spur zur Erde. Das macht die Suche nach den Steinen schwierig. Man schätzt, dass nicht mal jeder zehnte Meteorit entdeckt wird. Hobbyastronomen sind erpicht darauf, einen Meteoriten aufzuspüren, manchmal lässt er sich teuer verkaufen. Wo mehr Menschen wohnen und mehr Freiwillige suchen, werden auch mehr Meteoriten gefunden. Für Wissenschaftler sind die Steine willkommenes Anschauungsmaterial kosmischer Geschichte – wohingegen es sehr aufwendig bis unmöglich ist, Proben vom Weltall auf die Erde zu holen. Auch die Lokalpresse freut sich, wenn, so wie jüngst in Renchen in Baden-Württemberg, ein Milliarden Jahre alter Stein herunterkommt. Schaden verursachen Meteoriten selten, selbst die größeren nicht, sie plumpsen vom Himmel, meistens in Wäldern und Fluren.

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