Deutschland: Handwerker

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Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 49/2019

Handwerker

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© 1kilo

Wer in einer Großstadt wie Berlin lebt, der weiß, dass es fast unmöglich ist, für eilige Reparaturen einen Handwerker aufzutreiben. Liegt das vielleicht daran, dass es hier nicht so viele Leute gibt, die mit den Händen ihr Geld verdienen? Im ganzen Land zählte man 2017 insgesamt 5,2 Millionen Handwerker, vor 20 Jahren waren es noch an die sechs Millionen. Die Statistik verzeichnet sowohl Selbstständige, die in Privathaushalten den Wasserhahn reparieren, als auch Angestellte, die zum Beispiel in der Industrie beschäftigt sind. Die größte Gruppe arbeitet im Ausbaugewerbe, Heizungsbauer, Maler und Elektriker sind darunter. Unsere Karte zeigt: Gemessen an der Bevölkerung, leben in ländlichen Regionen mehr Handwerker als in den großen Städten. Das liegt auch an Traditionen: In der Oberpfalz etwa, wo die kargen Böden nicht so gut für die Landwirtschaft geeignet sind, musste man schon vor Jahrhunderten aufs Handwerk setzen. Heute ist die Handwerkerquote in Weiden am höchsten, hier haben große Firmen wie das Autozubehör-Unternehmen A.T.U ihren Sitz. Mit dem geringsten Handwerkeranteil muss Salzgitter fertigwerden, die Stadt ist noch jung. Das heißt allerdings nicht, dass man dort länger auf einen Klempner warten muss als in Weiden.


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