© Jasper Kettner

Rechtsextremismus: Das Leben danach

13 Angehörige und Freunde von Todesopfern rechtsextremer Gewalt erzählen von Trauer, Wut, Schmerz und dem Kampf gegen das Vergessen. Protokoll: , , , und
ZEITmagazin Nr. 49/2019

Ilona Platzer. Đô˜ Anh Lân. Bernd Köhler. Ramazan Avcı. Als der Fotograf Jasper Kettner 2017 begann, sich mit Todesopfern rechtsextremer Gewalt zu beschäftigen, fiel ihm vor allem eines auf: wie viele dieser Namen er nicht kannte. Kettner, 45, hatte auf einer Versammlung von Angehörigen der Mordopfer des NSU fotografiert und dort auch andere Angehörige von Opfern weiterer rechtsextremer Morde und Anschläge kennengelernt. Zusammen mit Ibrahim Arslan, der als Kind 1992 den Brandanschlag von zwei Neonazis auf das Haus seiner Familie in Mölln überlebte und dabei seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter verlor, begann er, nach Angehörigen zu suchen und sie zu porträtieren.