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Europa 1010: Viel Natur, viel Gewalt

Im Jahr 1010 schuften Bauern auf den Äckern ihrer Herren und gehen sonntags in die Kirche. Adelige und Könige herrschen über ihr Leben, auf Raub- und Kriegszügen versuchen sie, ihr Reich zu vergrößern. Was sagt uns der Blick auf diese Zeit über unsere Gegenwart? Von
ZEITmagazin Nr. 50/2019

Blickt die ZEIT mit dieser Sonderausgabe auf  das beinahe vergangene Jahr zurück, werfen wir vom ZEITmagazin normalerweise den Blick nach vorn. In diesem Jahr aber ist alles anders. Als wir in der Redaktion über das Jahr 2020 nachgedacht haben, stellten wir fest, wie selten eine solche Jahreszahl ist: 2020. Zwei Null, Zwei Null. Wann gab es so etwas zuletzt? 1010. Dann dachten wir: Wie wäre es, für diese Ausgabe eine Art Zeittunnel zu betreten und zurückzureisen in eine vergangene Epoche? Kann uns das  Jahr 1010 etwas über die Gegenwart erzählen? Der Hamburger Historiker Achatz von Müller sagt, dass man das Jahr 1010 durchaus als Spiegel für das Jahr 2020 lesen könne. Man könne es beispielsweise nicht ohne ein verändertes Rollenverständnis zwischen Frauen und Männern verstehen. 1010! Wann das nächste Mal ein solch besonderes Jahr auf die Menschheit zukommt? 3030. Wer weiß: Vielleicht findet dann wirklich jemand dieses ZEITmagazin und begibt sich mit dieser Ausgabe auch auf Zeitreise.