Harald Martenstein: Über Ansprüche und Empfindlichkeiten der Generation Z und die Desillusionierung der Babyboomer

Die Zwanzigjährigen von heute sind sensibel – und so kritikunfähig, dass man ihnen das nicht sagen darf. So steht es in Generationsporträts, und so ist es dann wohl auch. Von
Aus der Serie: Martenstein ZEITmagazin Nr. 51/2019

Ich habe ein Interview mit einem Generationenforscher gelesen, Rüdiger Maas aus Augsburg. Dieser Wissenschaftler hat sich mit der "Generation Z" befasst. Generationen werden seit einer Weile mit Buchstaben markiert, ähnlich wie Führerscheinklassen, BH-Größen und die Druckschläuche der Feuerwehr. Generation Z ist in den Jahren um die Jahrtausendwende geboren, folglich heute Anfang zwanzig oder jünger. Seit der Lektüre dieses Interviews hoffe ich sehr, dass die Generationenforschung ähnlich unpräzise Ergebnisse liefert wie die Astrologie oder neuerdings die Wahlprognosen für die Grünen. Ansonsten kommt ganz schön was auf die deutsche Wirtschaft zu.