Andreas Dorau: "Ich hatte keinen Plan für mein Leben. Ich wollte nur einen Schreibtisch und ein Telefon"

© Roman Pawlowski
Aus der Serie: Ich habe einen Traum ZEITmagazin Nr. 3/2020

Vor zwei Jahren bekam ich einen Anruf: Ob ich Lust hätte, der Sprecher einer Hörspielversion von Theodor W. Adornos Traumprotokollen zu werden? Ich war dafür ausgewählt worden, weil meine Sprechstimme jemanden an Adornos Originalstimme erinnerte. Ich sagte zu, obwohl ich vorher noch gewarnt hatte, dass ich kein besonders guter Vorleser bin. In der Schule war mir Legasthenie attestiert worden – trotzdem wollten die mich jetzt als Vorleser.