Deutschland: Standorte ausländischen Militärs

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 3/2020

Quelle: Eigene Recherchen; Army Base Structure Report © 1kilo

Wenn ein US-Politiker Deutschland besucht, steht neben Berlin häufig Ramstein-Miesenbach auf dem Programm, erst im November war Donald Trump zu Gast. Dort, in der Pfalz, befindet sich der Militärflughafen Ramstein Air Base. Hunderte solcher Städte oder Gemeinden, in denen der Anblick ausländischer Soldaten zum Alltag gehörte, gab es nach dem Krieg, bis der Vier-Mächte-Status 1990 endete. Heute gibt es noch 42 davon, 28 von ihnen sind Standorte des US-Militärs. Sechs beherbergen britische, zwei französische Soldaten; Kanada ist als Nato-Partner an einem Ort vertreten, hinzu kommen fünf Nato-Stützpunkte. Auffällig: dass in den neuen Bundesländern keine ausländischen Soldaten mehr stationiert wurden, seit die Russen 1994 abgezogen sind.

Neben Ramstein gehört der US-Flugplatz Wiesbaden zu den bekannteren Standorten, weil hier während des Kalten Kriegs die "Rosinenbomber" abflogen, um die Bürger West-Berlins zu versorgen. Negative Berühmtheit erlangte der Fliegerhorst Büchel, vor dessen Toren seit Jahren demonstriert wird. Hier lagern US-Atomwaffen, die im Ernstfall mit Bundeswehr-Tornados zum Ziel geflogen werden sollen.

Korrekturhinweis:

Der Begriff Militärbasis in der Legende war offenbar missverständlich. Gemeint sind alle Orte, an denen ausländisches Militär noch zugegen ist, auch dann, wenn die Soldaten dort beispielsweise Wohnunterkünfte haben, wie etwa in Eschenbach. In der Karte falsch eingezeichnet waren Vaihingen (Vaihingen-Enz statt Stuttgart-Vaihingen) und Hohenfels – gemeint war das in Bayern und nicht das in Rheinland-Pfalz.

Wir haben die Karte dementsprechend ergänzt und korrigiert.


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