Reiseziele: Empfehlungen der "New York Times"

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 6/2020

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Seit 2008 veröffentlicht die New York Times zum Jahreswechsel ein Ranking, welche Orte weltweit am ehesten touristischen Besuch verdienen. Diese inzwischen jährlich 52 "Places to Go" studieren nicht nur Amerikaner, und viele Touristen aus aller Welt fliegen oder fahren dann wirklich dorthin. Als kürzlich Oberammergau und Leipzig auf der To-go-Liste für 2020 standen (Platz 1 war Washington vorbehalten), war das in Deutschland eine weitverbreitete Nachrichtenmeldung. Unser Oberammergau! Unser Leipzig! Eine kleine Rückschau: Zwölf deutsche Orte schafften es bislang auf die Liste, München und Leipzig sogar zweimal. Berlin erreichte immerhin den besten Rang: Platz 4. In den Jahren von 2012 bis 2015 wurde nur ein einziger deutscher Ort empfohlen, 2019 und 2020 waren es insgesamt fünf. Ein echter Aufschwung. Blickt man auf die Begründungen, wirkt das Lob für Frankfurt ein wenig vergiftet. Und der Einzug des Jetset, der Sylt vorausgesagt wurde, erscheint eher wie ein altbekanntes Sylt-Klischee. Zweimal wurden Gegenden als besonders "fortschrittlich" gepriesen: einmal die Friesischen Inseln und einmal Westdeutschland als Ganzes. Was man aus der Ferne nicht alles so erkennt.

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