Deutschland: Privatbanken

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 8/2020

Quelle: Bundesverband deutscher Banken © 1kilo

Große Geldhäuser wie die Deutsche Bank sind in der Krise, und viele verbinden mit einer Bank nur mehr eine App auf dem Smartphone. Trotzdem gibt es sie noch: kleine Privatbanken mit großer Tradition, die das Geld wohlhabender Kunden verwalten. Unsere Karte zeigt die 27 Banken, die der Bundesverband als Privatbankiers und mittelständische Unternehmen führt. Die meisten findet man nicht etwa in der Bankenmetropole Frankfurt, sondern in Hamburg. Dort entstanden Banken oft aus Handelsfirmen, als diese anfingen, Kredite an ihre Kunden zu vergeben. So war die Berenberg Bank 1590 noch ein Tuchhändler. Einige Institute überlebten, weil sie reichen Unternehmern gehören, das Bankhaus Lampe etwa ist im Besitz der Oetker-Familie. Dem guten Ruf der kleinen Banken ist es allerdings abträglich, dass M.M. Warburg mit umstrittenen Cum-Ex-Geschäften, also mit Steuerhinterziehung, in Verbindung gebracht wird; die North Channel Bank wurde wegen illegaler Steuergeschäfte verurteilt. Auch für die Kleinen wird das Geschäft schwieriger, das zeigen die Bilanzsummen – alle Banken auf der Karte bringen es auf 51 Milliarden Euro, nur einige Milliarden mehr als die Hamburger Sparkasse.

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Kleinstanleger sind aber keine kleinen Sparer/Menschen. Wer ein Depot besitzt, ist sicherlich kein Friseur oder Hausmeister.