Warum streben Menschen nach Macht – und was passiert, wenn jemandem wie Donald Trump die Macht entzogen wird? In der dritten Folge unserer neuen Kolumne "Hilfe!" antwortet der Psychoanalytiker Thomas Auchter.
ZEITmagazin: Herr Auchter, in allen menschlichen Beziehungen geht es immer wieder auch um Macht, und meistens wollen wir mehr davon. Können Sie mir helfen, zu verstehen, warum wir so machtgierig sind?
Thomas Auchter: Da müssen wir an den Anfang unseres Lebens gehen. Der Mensch wird schwach und abhängig geboren. Das Baby hat sehr wenig Macht, außer vielleicht der, zu schreien. Das ist für den Säugling schwer aushaltbar – weil es einen angeborenen Narzissmus gibt.