© Samuel Shelley

Sonntagsessen Eine Reise nach Tasmanien

In Tasmanien gibt es das ganze Jahr über frischen Fisch. Auf dem Blog "Islandmenu" erfährt man, wie man ihn fürs Frühstück, Mittag- und Abendessen vielseitig zubereitet. Von

Wer gerade nicht das nötige Kleingeld hat, aber trotzdem auf die andere Seite der Welt reisen möchte, sollte das Foodblog Islandmenu von Catherine Miller und Samuel Shelley besuchen. Hier bekommt man einen Vorgeschmack darauf, was einen in Tasmanien, dem Inselstaat Australiens, kulinarisch erwarten würde: herrlich leichte Sommergerichte und zwar das ganze Jahr über. Fast immer auf der Karte: fangfrischer Fisch. 

Wie der vom Meer in die Küche kommt und schließlich auf dem Teller landet, zeigen die vielen malerischen Bilder des Blogs, Samuel Shelley arbeitet hauptberuflich als Fotograf. Nach Jahren in Schweden entdeckte er seine Leidenschaft fürs Fischen und fährt häufig im Morgengrauen mit den einheimischen Fischern aufs Meer. Den frisch gefangenen Fisch verarbeitet er dann mit Catherine Miller zu einfachen Gerichten, mit Zutaten, die erst in ihrer Kombination den vollen Geschmack entfalten.

Aus einer gewöhnlichen Bruschetta wird dank frischen Thunfischs ein feines Fischbrötchen, Fenchel und Erdbeeren machen eine Lachsterrine noch ein wenig sommerlicher. Zum Frühstück darf es für die beiden ruhig etwas deftiger sein. Da gibt es etwa hausgemachte Lammwurst mit Minze, Honig und Blauschimmelkäse, am besten über offenem Feuer gegrillt. Dieses Gericht eignet sich natürlich auch wunderbar als Abendessen.

Aber nicht nur Tierisches, sondern auch das Obst der Gegend spielt eine große Rolle in Islandmenu. Die Meyer-Zitronen (eine Kreuzung aus Orange und Zitrone), mit denen die Donuts unseres heutigen Desserts gefüllt sind, stammen aus dem Garten einer Arbeitskollegin von Catherine. Die Beeren, im Champagner-Holunder-Cocktail ertränkt, pflücken sie aber am liebsten selbst. Nach dem Menü von Catherine und Samuel scheint selbst Tasmanien nicht mehr ganz so weit weg.

Lachsterrine mit Fenchel und Erdbeeren © Samuel Shelley
Selbstgemachter Sesambagel mit australischem Lachs und Dill-Senf-Eiern © Samuel Shelley
Hausgemachte Lammwurst mit Minze, Honig und Blauschimmelkäse © Samuel Shelley
Donuts mit Zitronenfüllung © Samuel Shelley
Champagner-Cocktail mit Holunder und frischen Beeren © Samuel Shelley

Kommentare

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Anstatt für den Verzehr von Fisch zu werben, sollte endlich mal bedacht werden, dass wir hier nicht in einem Naturparadies leben, in dem schonend ein paar Fische dem Meer entnommen werden, sondern dass mittels industrieller Fischerei die Meere längst überfischt sind und mit Schleppnetzen die Meeresflora und Fauna zerstört wird.
Ich bin nur noch angewidert von diesen gedankenlosen Rezepten, die grundsätzlich ausblenden, wie diese Tiere gefangen oder gehalten werden, die wir meinen, für unseren Gaumenkitzel endlos verbrauchen zu dürfen.

Auf die Idee, dass auch andere Menschen versuchen (denn beim Versuch bleibt es bei jedem Einzelnen, da der Einzelne nichts, aber auch gar nichts, bewegen kann) sich "artgerecht" und "vernünftig" zu ernähren, kommen Sie nicht? Wir retten weder die Welt noch den Thunfisch, wenn wir nur noch vegan leben. Wir können aber Einflusss nehmen, indem wir Nahrungsmittel nachfragen, die so schonend, wie es für Nahrungsmittel möglich ist, erzeugt werden. Ebenso, wie die Überfischung der Meere, die Massentierhaltung bei Rind, Schwein und Geflügel letztlich schädlich und auch pervers ist, wären die Folgen einer weltweiten Ernährung auf veganer Basis schädlich und pervers. Die Masse macht das Grauen, nicht der Verzehr an sich. Lassen Sie doch den bewußten Essern den Fisch und wir rechnen Ihnen nicht vor, wie die Welt aussähe, wenn wir alle vegan leben würden.
Danke.
Btw: Den Billigfressern, die jeden Tag 1 kg Schweinefleisch für ne Mark das Kilo fressen wollen, müssen und können wir nicht helfen, die sterben sowieso nach und nach weg.

Erstens, mit keinem Wort fiel die Aufforderung vegan zu leben, zweitens essen 95 % der Menschen nicht bewusst und der Schlachter oder Fischer des Vertrauens ist eine Schimäre und drittens, diese ewig wiederholte Behauptung, dass weitgehend vegane Ernährung schädlich oder pervers sei, natürlich ganz im Gegensatz zu der milliardenfachen Tierfolterei Massentierhaltung und schwimmenden Fischfabriken mit Milliarden an krepierendem Fischen und Meeressäugern als Beifang, ist einfach nur lächerlich.
Das, was die Hippen, angeblich so bewusst und als Distinktionsmerkmal essen und damit eben als angesagt propagieren, wird in kürzester Zeit zum Massenfraß, wie man an Sushi sieht, was mittlerweile zur Ausrottung des Thunfischs führt.
Grundsätzlich bin ich für Mäßigung und deshalb sehe ich es auch kritisch, wie der Markt für Veganismus mit Produkten geflutet wird, die niemand, der sich wirklich bewusst ernährt, braucht.
"Vegane" Fertigprodukte sind eben nichts anderes als industrielle Fertigprodukte, genau solch ein Mist wie andere Fertigprodukte auch.
Aber "natürliche" Fische und "natürliche" tierische Produkte sind eben noch mehr, nämlich das Ergebnis massenhafter Tierquälerei der übelsten Sorte.

ich persönlich bin ja für die Asteroiden-Methode, hat ja schon ein paar mal hervorragend funktioniert und so einen wie vor 65 Mio Jahren überlebt die Menschheit ohne weiteres. Ist natürlich schlecht planbar, dafür ist auch hinterher keiner "schuld". Schneller und einfacher implementierbar wäre eine ordentliche Pandemie. In den diversen B-Waffenlaboren ist da bestimmt ausreichend Material vorhanden.
>:)