© Jessica Prescott

Sonntagsessen Ein mexikanisches Picknick

Auf dem Foodblog "Wholy Goodness" zeigt die Neuseeländerin Jessica Prescott, dass die mexikanische Küche auch mit veganen Rezepten zum leckeren Menü werden kann. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Jessica Prescott hält nicht viel von Vorurteilen gegenüber veganer Küche. Bei den Gerichten auf ihrem Foodblog Wholy Goodness ist für jeden etwas dabei, sagt sie. Denn Pflanzen essen wir, unabhängig von unseren Ernährungsgewohnheiten, schließlich alle. Dass die 29-Jährige ein mexikanisches Menü für unser heutiges Sonntagsessen wählt, überrascht wenig, wenn man bedenkt, dass Mexiko Ursprungsland vieler Gemüsesorten, wie zum Beispiel Mais oder Avocado ist. 

Sie selbst ist mit einer Fülle an Früchten aufgewachsen. Jessica Prescott stammt eigentlich aus Napier, Neuseeland, einer Kleinstadt an der Ostküste des nördlichen Inselstaates, die als besonders fruchtbar gilt. Seit einigen Jahren lebt sie in Berlin und deckt sich auf den Wochenmärkten regelmäßig mit den Grundlagen ihrer veganen Küche ein. Dazu gehören Gemüse, Obst, Kerne, Nüsse, Kräuter und Gewürze. Bei der Wahl ihrer Zutaten legt die Veganerin besonderen Wert darauf, dass sie leicht zu bekommen sind. Nur bei Liebstöckel macht sie eine Ausnahme. Das Kraut hat sie erst in Deutschland entdeckt und würzt seither nahezu alle ihre Gerichte damit. Sollte man Liebstöckel nicht bekommen, ist ein Gemüsefond eine gute Alternative.


Dass mexikanisches Essen auch ohne Fleisch gut schmeckt und nicht zwangsweise an Fast Food erinnern muss, zeigt Prescotts Menü, das sich perfekt für ein Picknick mit Freunden im Grünen eignet. Ohne Zutaten wie Sahne, Eier, Käse, Milch und Fleisch, hält sich das Essen auch in der Sonne etwas länger. Alle Gerichte kann man einigermaßen schnell vorbereiten und mitnehmen. Nur eine Sache, die Zubereitung der schwarzen Bohnen, die Hauptzutat unseres heutigen Sonntagsessens, dauert ein bisschen länger.

Den Anfang machen Prescotts "Re-fried Black Beans", eine Bohnenpaste mit Pilzen, Paprika, Chili und Koriander, wozu die Wahlberlinerin selbstgemachte Saucen (eine grüne und eine aus Cashewnüssen), eine Guacamole und ihr Mexicorn-Salsa reicht. Die Guacamole wird mit sonnengetrockneten Tomaten ein wenig würziger, die Salsa aus Tomaten, Mais, grüner Paprika und Koriander sorgt für etwas Frische auf dem bunten Teller. Danach gibt es Prescotts mexikanische Tortilla-Taschen mit einer Bohnen-Kürbis-Füllung. Dazu serviert sie einen mit Chili und Kumin gewürzten Coleslaw-Salat.  

Bei dem wohl bekanntesten Gericht Mexikos verzichtet die Veganerin selbstverständlich auch auf Fleisch und macht ein Chili sans Carne aus Bohnen und Süßkartoffeln. Für den Abschluss sorgt ein frisch gebackener Zitronenkuchen. Und mit dieser Grundlage darf man sich ruhig ein großes Glas von Jessica Prescotts selbst gemachter Spicy Ginger Margarita gönnen.

Jessica Prescotts "Re-fried Black Beans": Schwarze-Bohnen-Paste mit Pilzen und Chili. Dazu gibt es selbstgemachte Saucen (grün und aus Cashewnüssen), eine würzige Guacamole und eine Mexicorn-Salsa. © Jessica Prescott
Mexicorn-Salsa aus Tomaten, Mais, grüner Paprika, Zwiebeln und Koriander © Jessica Prescott
Würzige Guacamole mit getrockneten Tomaten © Jessica Prescott
Mexikanische Tortilla-Taschen mit Bohnen-Kürbis-Füllung und scharfem Coleslaw-Salat © Jessica Prescott
Chili sans Carne aus Bohnen und Süßkartoffeln © Jessica Prescott
Veganer Zitronenkuchen © Jessica Prescott

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