© Paul Lowe Einlyng

Sonntagsessen Zuckersüße Deftigkeit

Der New Yorker Paul Einlyng veröffentlicht auf seinem Blog "Sweet Paul" einfache Gerichte mit süßer Überraschung. Das Kochen lernte er von seiner norwegischen Großmutter. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Wer Sweet Paul noch nicht kennt, hat etwas verpasst. Der Norweger, so knuddelig wie ein Bär, so cool tätowiert wie ein Hipster, lebt seit zehn Jahren in Amerika, wo er sein eigenes Foodmagazin Sweet Paul und das gleichnamige Blog betreibt. Aufgewachsen in Oslo bei Großmutter und –tante, entdeckte er schon als kleiner Junge seine Leidenschaft fürs Kochen und Dekorieren. Frei nach dem großmütterlichen Motto "Perfektion ist langweilig", half er schon früh in der Küche mit. Auch wenn die Torten dann meist schief standen. Doch die einfache Freude seiner Großmutter, etwas gemeinsam geschaffen zu haben, hat Paul Lowe Einlyng bis heute nicht vergessen.

Als der in New York lebende Foodstylist und Setdesigner 2007 sein eigenes Blog gründete, wurde aus Paul, Sweet Paul. Seine Freunde aus der Magazin-Szene wollten bald eigene Bilder ihrer Gerichte auf seinem Blog veröffentlichen. Das gab Sweet Paul den Mut, sein eigenes Magazin zu gründen. Inzwischen erscheint es vier Mal im Jahr, auch in Deutschland. 

Auf seinem linken Unterarm prangt der Spruch Chasing the sweet things in life, der ihm die Rezeptewahl erleichtert. Er liebt zwar Gemüse genauso wie Fleisch, etwas Süßes steckt aber fast immer in seinen Gerichten. Dabei achtet er darauf, dass diese leicht nachzukochen sind. Was man schon an der Kürze der Texte sieht.

So auch die Vorspeise unseres heutigen Sonntagsessens. Für sie legt Paul Hähnchenflügel in dunkles Bier ein und überbackt sie anschließend mit in Butter geschwenkten Salzbrezelkrümeln. Dazu gibt’s – natürlich – dunkles Bier. 
Erst nach Jahren in den Staaten konnte Paul sich für Chili con Carne erwärmen, das die Amerikaner ja so sehr lieben, dass es fast als Nationalgericht durchgeht. Heute macht er die Mischung aus Süßem und Scharfem am liebsten selbst. Für etwas Frische im Eintopf sorgen Avocadostreifen.


Als kleinen Snack zwischendurch oder auch als Beilage empfiehlt der Norweger kleine Tartes mit Tomaten, die er mit frischem Thymian und Parmesan überbackt. Hat man noch Pitabrot vom Libanesen übrig, wird es, überstrichen mit einer selbstgemachten grünen Sauce, nach ein paar Minuten im Ofen zu knusprig gebackenen Pita Chips.  

Pauls absolutes Highlight, wenn es um Pasta geht, ist eine Nudelsauce, die sich fast von alleine kocht. Sind die Spaghetti al dente, gibt man die restlichen Zutaten – knusprigen Speck, ein rohes Eigelb, Parmesan, Olivenöl sowie Salz und Pfeffer – einfach dazu, rührt um und fertig ist die Carbonara à la Sweet Paul. Auch beim Nachtisch improvisiert Paul gern. Aus fertigen Tortillafladen macht er eine schnell geschichtete Torte und übergießt sie mit Sahne, Karamell und gerösteten Nüssen.

Die Hähnchenflügel legt Paul in dunkles Bier ein und überbackt sie anschließend mit in Butter geschwenkten Salzbrezelkrümeln. © Paul Lowe Einlyng
Chili con Carne mit Avocado © Paul Lowe Einlyng
Tomaten-Tartes mit Thymiaa und Parmesan überbacken © Paul Lowe Einlyng
Aus altem Pitabrot Chips machen © Paul Lowe Einlyng
Schnelle Torte, geschichtet aus Tortillafladen mit Sahne, Karamell und Nüssen © Paul Lowe Einlyng

Kommentare

1 Kommentar Kommentieren

Ich liebe Sweet Paul und habe schon ziemlich viel nachgekocht - ist wirklich sehr zu empfehlen. Ich bin auch ein großer Fan von der Kombination Früchten, Honig, ... mit etwas herzhaften und Fisch oder Fleisch und werde da immer fündig, weswegen ich mich sicherlich min. 2-3 mal im Monat da inspirieren lasse.

Heute abend auch - es gibt das:

http://www.sweetpaulmag.c...

Außerdem hat er tolle Ideen für Kindergerichte - meine Tochter liebt die Strawberry Soda sehr - und tolle Bastelanregungen und Dekoideen .....

Die Website ist toll aufgemacht und man kann stundenlang darin schmökern.