© Julie van Rosendaal

Sonntagsessen: Leckeres neues Jahr

Julie van Rosendaal schreibt in ihrem Blog "Dinner with Julie" über das alltägliche Familienessen. Heute lädt sie zum gemütlichen Neujahrsbrunch. Mit Kind und Kegel. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Am Wochenende lädt Julie van Rosendaal ihre Freunde lieber zum Brunch als zum Abendessen ein. Denn die meisten ihrer Freunde im kanadischen Calgary haben Kinder. Sie können ihren Anhang dann einfach mitbringen und müssen keinen Babysitter organisieren.

Dabei kocht van Rosendaal nicht nur gern für Freunde und Familie. Neben ihrem Foodblog Dinner with Julie hat sie mittlerweile sieben Kochbücher geschrieben und arbeitet als kulinarische Kolumnistin für einen kanadischen Radiosender. Essen liebt sie seit ihrer Kindheit, daher erschien der Schritt, ihr Hobby zum Beruf zu machen, nur logisch. Für unser heutiges Sonntagsessen hat die Bloggerin Rezepte für einen gemütlichen Neujahrsbrunch zusammengestellt.

Zuerst serviert sie eine Tarte mit Schinken und Champignons. Für die Füllung werden Zwiebeln und Pilze in einer Pfanne sautiert und mit Rosmarin, Salz und Pfeffer gewürzt. Wenn die Champignons gold werden, kann man noch Cognac, Brandy oder Sherry und dann in jedem Fall Schinken dazu geben und rühren. Bevor die Tarte im Ofen gebacken wird, reibt die Kanadierin als Highlight Gruyère über Füllung und Teig.

Außerdem gibt es Zitronen-Ricotta-Pfannkuchen mit gequetschten Brombeeren. In den Teig kommt neben Käse, Zitronensaft und Zitronenschale auch Muskatnuss. Während van Rosendaal die Pfannkuchen zubereitet, erhitzt sie parallel in einer kleinen Pfanne gequetschte Brombeeren mit Zucker und wartet bis dieser sich aufgelöst hat. Sind die Pfannkuchen ausgebacken, tröpfelt sie die Brombeersauce einfach darüber. Gibt man Ahornsirup statt Zucker zu den Brombeeren, wird die Sauce noch flüssiger.

Als nächstes tafelt die Kanadierin Zimtbrötchen auf. Hier zählt die Balance: Die Zimtschnecken sollen nämlich klebrig sein, aber nicht zu süß oder zu weich. Deshalb streicht sie jeden Teigling gleichmäßig mit Butter und braunem Zucker ein. Am Ende streut sie Zimt darüber. Die Klebrigkeit erreicht sie durch eine Sirupbutter aus braunem Zucker, Butter, Zuckerrohrsirup und Wasser. Pekannusshälften sorgen für den richtigen Biss.

Das Granola, welches sie als sättigende Alternative zu den Brötchen auf den Tisch stellt, würzt van Rosendaal ebenfalls mit Zimt, nach Belieben gibt sie noch Ingwer dazu, um dem gebackenen Müsli Würze zu geben. Dafür wirft sie Haferflocken, Pekannüsse, Kokosraspeln und Kürbiskerne in eine große Schüssel. In einer kleinen Schale mixt sie Kürbispüree, braunen Zucker, Melasse, Honig und Vanilleextrakt. Danach wird beides zusammen im Ofen gebacken und anschließend mit Cranberries verfeinert.

Zum Schluss etwas Einfaches: Pflaumentörtchen. Auf Blätterteigquadrate streut van Rosendaal ein paar Mandeln und Zucker. Die Teigkanten knickt sie nach oben und legt Pflaumen hinein. In den Ofen, zwanzig Minuten backen und schon hat man ein schönes Dessert – perfekt, um mit einer Tasse Kaffee den Brunch abzurunden.

Champions-Schinken-Tarte mit Gruyère überbacken © Julie van Rosendaal
Zitronen-Ricotta-Pfannkuchen mit gequetschten Brombeeren © Julie van Rosendaal
Zimtbrötchen mit Pekannüssen © Julie van Rosendaal
Granola mit Ingwer © Julie van Rosendaal

Kommentare

2 Kommentare Kommentieren

Der "Kegel" war seit dem Mittelalter das uneheliche Kind. Ich fände es schön so etwas diskriminierendes in einer anspruchsvollen Zeitung nicht lesen zu müssen.