© Harr Cooking

Sonntagsessen Zum Mitnehmen, bitte!

Auf "Harr Cooking" hat sich Studentin Sabrina auf ausgewogene Kost für die Brotdose spezialisiert. Der Star ihres Blogs ist die praktische Zwischenmahlzeit – das Vesper. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Sabrina hat eine stressige Phase hinter sich – Prüfungszeit. Die 24-Jährige studiert Financial Management im Master. Doch trotz ihrer beschränkten zeitlichen Kapazitäten – meistens ist sie in der Bibliothek – änderte sie nie ihre Gewohnheit, sich jeden Morgen ein Vesper-Paket vorzubereiten und in die Tasche zu stecken.

Gleich zu Beginn ihres Studiums sah sich die Stuttgarterin gezwungen, allem Aufwand zum Trotz ihren eigenen Kochkünsten zu vertrauen. Denn das Essen in der Mensa sei bis zum heutigen Tag katastrophal. "Es ist ungesund und kommt nicht ohne unnötige Zusatzstoffe aus", sagt sie. Der Bäcker mit Aufbackbrötchen um die Ecke sei auch keine Alternative.

Nach dieser Erkenntnis stellte Sabrina sich in die Küche. Was eher pragmatisch begann, entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu ihrem Hobby. Als Miss Harr bereichert sie nun die Foodblogger-Szene. Eine Mahlzeit muss für sie ausgewogen und gesund sein. Die Rezepte auf ihrem Blog Harr Cooking zeigen: das geht auch für unterwegs.

Schnell zubereitet und reisefähig in einer Box verpackt, können ihre Gerichte auch als Mittagessen in der Uni herhalten. Oder im Büro. Oder auf dem sonntäglichen Picknick im Park. Zum Beispiel der proteinreiche Linsensalat mit Feta und Paprika. Ungewürzt können Linsen ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden – eine schnelle Mahlzeit mit wenigen Handgriffen.

Noch schneller sind die japanischen Sobanudeln auf dem Teller – oder in der Box. Die Buchweizennudeln werden mit kochendem Wasser aufgegossen und müssen nur vier Minuten lang ziehen. Sabrina vermengt sie – ganz nach japanischer Art – mit einem erbsengroßen Klecks Chilipaste, etwas Sojasoße, Sesamöl und mit jeweils einem Löffel Sesamsaat und Noriflocken.

Bleiben wir bei Nudeln – hier in kalorienarmer Form. Mit einem Spiralschneider macht Sabrina ganz schnell Zucchini-Spaghetti aus dem grünen Kürbisgewächs, die dann kurz in Öl oder Butter angebraten werden. Beiseite stellen. In der gleichen Pfanne den feingeschnittenen Fenchel garen, gehackte Walnüsse, Gorgonzola und Kräuter dazu. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Einmal in der Woche ist bei Sabrina Brotbacktag – sofern es ihr Studium zulässt. Das Pausenbrot, reichlich mit Gemüse belegt, trägt nicht umsonst seinen Namen – es ist der ideale Mittagssnack. In das Paprika-Cashew-Brot ist das Gemüse schon eingearbeitet. Den Teig aus Weizen- und Dinkelvollkornmehl, sie verwendet Backpulver als Treibmittel, vermengt sie vor dem Backen mit roter Paprika und gehackten Cashewkernen.

Sabrinas Proteinmuffins passen ebenfalls gut in eine Vesperbox. Der luftige Teig besteht fast nur aus Ei, dazu kommt ein Schuss Sahne oder (Soja-) Milch, etwas Mehl, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Ist die Mischung gut verquirlt, kann man sie auch schon in die mit Gemüse, Fisch oder Fleisch gefüllten Muffinförmchen geben. Wer es klassisch mag nimmt Schinken, Käse und Petersilie. Für Vegetarier empfiehlt sie eine Füllung aus Tomate, Mozzarella und Basilikum.

Hirsebrei kann alles sein, Frühstück, Mittagssnack, Nachtisch oder Abendessen. Ist das Getreide einmal fertig gekocht – auf eine Tasse Hirse kommen etwa zwei Tassen Flüssigkeit – hat man freie Wahl: Honig oder Agavendicksaft geben dem Brei eine angenehme Süße; Obst, Nüsse und Gewürze wie Zimt oder Vanille lassen genug Spielraum zum Ausprobieren.

Linsensalat mit Feta und Paprika © Harr Cooking
Zucchini-Nudeln mit Gorgonzola und Walnüssen © Harr Cooking
Selbst gebackenes Paprikabrot mit Cashewkernen © Harr Cooking
Proteinmuffins mit unterschiedlicher Füllung © Harr Cooking
Hirsebrei mit Apfelstücken und Zimt © Harr Cooking

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