© Nathalie's Cuisine

Sonntagsessen Ein Gruß aus Tel Aviv

In der zweitgrößten Stadt Israels wird gern gefeiert. Noch lieber aber wird gegessen. Dieses Menü stärkt vor einer Partynacht und schmeckt auch noch am nächsten Morgen. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Einfach ist die politische Situation in Tel Aviv nicht. Dennoch ist die israelische Stadt bekannt für ihre Lebensfreude und die Ausgehlust ihrer Bewohner. "Eine coole Stadt", sagt Nathalie Gleitman. Aufgewachsen ist die 24-Jährige in München. Von dort zog sie für ihr Studium nach London und vor sechs Jahren in die zweitgrößte Stadt Israels.

Ihr Blog Nathalie's Cuisine gibt es, seit sie eine Histamin- und Laktoseintoleranz bei sich feststellte. Früher habe sie praktisch nie gekocht, heute hingegen esse sie kaum noch auswärts und liebe das Kochen so sehr, dass sie dafür sogar ihren festen Job in einer PR-Agentur aufgegeben hat. In gewisser Weise hat Nathalie das Prinzip ihrer Wahlheimat verinnerlicht: aus einer schwierigen Situation das Beste machen. Ihr Sonntagsessen ist inspiriert von der Küche des Nahen Ostens.

Als Vorspeise gibt es zwei Salate. Für den Quinoasalat kocht Nathalie den Quinoa und lässt ihn anschließend ein paar Minuten quellen. Sie schneidet eine Gurke und Peperoni klein, hackt Petersilie und mischt alles mit dem gekochten Quinoa. Anschließend schmeckt sie den Salat mit Olivenöl, Zitronensaft und Salz ab. Zwar enthalten Zitronen Histamin, kleine Mengen versuchen aber selten Beschwerden. Alternativ kann man den Salat auch nur mit Olivenöl anmachen.

Ähnlich unkompliziert ist der orientalische Bulgursalat. Dazu den Bulgur mit Salz und kochendem Wasser in eine Schüssel geben, abdecken und 15 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit Sellerie in feine Scheiben schneiden, Minze, Petersilie und Koriander klein hacken und mit dem Bulgur mischen. Mit Olivenöl, Zimt und Zitronensaft abschmecken und den Salat bis zum Servieren 15 Minuten ziehen lassen.

Während sie die Hauptspeise zubereitet, reicht Nathalie ihren Gästen als Snack gern gefüllte Datteln. Die entsteinten Datteln füllt sie mit Feta – für sich selbst in der laktosefreien Variante – und streut Hanfsamen darüber.

Auch in herzhaften Gerichten haben Datteln ihre Berechtigung. Für den orientalischen Couscous mit Huhn eine Hühnerbrust in mundgerechte Stücke schneiden und in Kokosöl goldbraun anbraten. Anschließend das Geflügel salzen und vom Herd nehmen. Gehackte Datteln und Kreuzkümmel in einer Pfanne anschwitzen und mit Gemüsebrühe ablöschen. Die Hähnchenstücke, Zucchini und Couscous dazugeben. Auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis der Couscous weich ist.
 Mit frischem Koriander bestreuen und sofort servieren.

Safran kommt in der deutschen Küche praktisch nicht vor. Wie schade das ist, beweist das Safranhuhn von Nathalie. Sie mischt Olivenöl, Ingwer, Zimt, Safran, Salz und Zitronensaft und reibt mit dieser Marinade eine Hühnerbrust ein. Diese gibt sie mit der restlichen Marinade in eine Auflaufform und stellt sie für mindestens eine Stunde kalt. Das marinierte Fleisch kommt nun für dreißig bis vierzig Minuten im Ofen. Dazu gibt es Reis.

Weil sie den Nachtisch bereits vorbereitet hat, kann sich Nathalie nach dem Hauptgang ihren Gästen widmen. Für die rohen Kokoskugeln Kokosnussraspel mit Ahornsirup, Vanille, einer Prise Salz, getrockneten Cranberrys und gehackten Macadamianüssen in eine Schüssel geben und mit den Händen vermischen. Die Masse zu kleinen Kugeln rollen und mindestens eine halbe Stunde, noch besser über Nacht in den Kühlschrank stellen. Guten Appetit!

Quinoasalat © Nathalie's Cuisine
Gefüllte Datteln © Nathalie's Cuisine
Orientalischer Couscous mit Huhn © Nathalie's Cuisine
Safranhuhn © Nathalie's Cuisine
Rohe Kokoskugeln © Nathalie's Cuisine

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