French Toast Ein Toast auf die Armen Ritter

Auch Arme Ritter gehen mit der Zeit. Heute nennen sie sich vornehm French Toast und werden mit Bacon, Senf und Salbei zum Brunch serviert. Unser Video zeigt, wie es geht. Von
Aus der Serie: Mahlzeit

Was woanders so mondän French Toast genannt wird, hieß bei uns früher Arme Ritter. Der Legende nach soll das Gericht tatsächlich im 30-jährigen Krieg ein Notessen gewesen sein, um altes Brot sättigend und lecker zugleich zu verwenden. Das älteste schriftlich übermittelte Rezept jedoch steht bereits im ersten deutschsprachigen Kochbuch überhaupt, dem 1350 verfassten Buoch von guoter spîse.

All das hat uns als Kinder natürlich überhaupt nicht interessiert, wohl aber, dass wir unsere Armen Ritter extra süß bekamen. Doch die Zeiten ändern sich, und damit wandelt sich auch der Geschmack. Heute bereiten wir deshalb eine herzhafte Variante zu – als ideales Brunchgericht, wenn Freunde am Wochenende zu Besuch kommen und man schnell etwas auf den Tisch zaubern will.

Deftiger French Toast

Zutaten für 3 Portionen:

  • 3 große Eier und weitere 6 für die Spiegeleier
  • 200 ml Vollmilch
  • 2 Esslöffel fein geschnittener Schnittlauch
  • 2 Teelöffel fein gehackter Thymian
  • 1 Teelöffel fein gehackter Oregano
  • 2 Teelöffel fein gehackter Salbei
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 Teelöffel getrockneter Koriander
  • 1 Teelöffel Senfmehl
  • 1 1/2 Teelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 6 dicke Scheiben frisches Weiß- oder Brioche-Brot
  • 100 g Butter
  • 6 Scheiben Bacon
  • 150 g Blattspinat
  • und einen Klacks körnigen Senf auf jeden Teller

Zubereitung: 

Drei Eier aufschlagen und mit der Milch, dem Senfpulver, einem Teil der Kräuter (etwas Kräuter zur Dekoration übrig lassen) sowie dem Knoblauch kräftig verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Ofen auf 220 Grad vorheizen.

Eine große beschichtete Pfanne auf mittlerer Stufe warm werden lassen, einen Teil der Butter darin schmelzen.

Die Brotscheiben werden in die Ei-Milch-Mischung getunkt und dann fix gebraten. © Sebastian Friedrich für ZEITmagazin ONLINE

Währenddessen drei der Brotscheiben nacheinander in die Ei-Milch-Mischung legen, schnell wenden, entnehmen und abtropfen lassen. Je dünner und weicher das Weißbrot, desto größer die Gefahr, dass die Scheiben dabei zu Brei werden. Daher entweder schnell arbeiten oder ein anderes, festeres und dunkles Brot nehmen.

Dann die Scheiben vorsichtig in die Pfanne legen und langsam braten lassen, sodass sie von jeder Seite goldbraun sind. Wenden, um sicherzugehen, dass die Scheiben wirklich durchgebraten sind.

Auf jede Scheibe gebratenes Brot kommt dann ein Spiegelei. © Sebastian Friedrich für ZEITmagazin ONLINE

In der Zwischenzeit in einer anderen Pfanne Spiegeleier mit etwas Butter nach Gusto braten, Spinat hinzugeben und mit andünsten.

Den Bacon auf Backpapier im Ofen bei 220 Grad braun werden lassen.  Dann die drei verbliebenen Brotscheiben einlegen und anschließend braten. Zum Schluss auch hier für jede Scheibe ein Spiegelei zubereiten.

Jede French-Toast-Scheibe mit einem Spiegelei, Bacon und Spinat belegen und mit etwas Kräutern sowie Salz und Pfeffer bestreuen. Mahlzeit!

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