© Janine Hegendorf

Pistazienkuchen Grün wie Greenpeace

Mit einem Pistazienkuchen endet das vegetarische Sonntagsessen süß und vollwertig. Frühlingsgrün sind auch die Gänge davor, mit Avocado, Brokkoli, Spinat und Löwenzahn. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

"Ich bewundere Tiere. Sie verausgaben sich nicht, konzentrieren sich auf das Wesentliche und sind nie vorsätzlich bösartig. Wir sollten viel respektvoller mit ihnen umgehen." Für Janine Hegendorf ist eine vegetarische Ernährung kein Lifestyleaccessoire, sondern eine Lebenseinstellung. Regelmäßig reist die 36-Jährige nach Afrika, wo sie die Patenschaft für den Geparden Kiki übernommen hat. Sie engagiert sich bei Tierschutzorganisationen, spendet Geld für Peta und baut ihre Tierliebe auf die sinnvollste Art und Weise in ihren Alltag ein – indem sie auf Fleisch verzichtet.

Das war nicht immer so. Aufgewachsen ist sie mit typisch deutscher Hausmannskost, viel Kartoffeln, viel Fleisch. Wovon sie sich heute ernährt, das postet sie auf ihrem Blog Nuts and Blueberries.

Gemeinsam mit ihrem Mann und drei Katzen lebt sie in einem kleinen Dorf am Niederrhein, in einem Holzhaus mit Blick auf Wälder, Felder und einen eigenen Garten. Dort verbringt Janine Hegendorf – sie leitet die E-Commerce-Abteilung in einem mittelständischen Unternehmen – ihre Freizeit. Mit Yoga, Meditation und Spaziergängen. Sich für den Tierschutz zu engagieren, hält sie für eine Pflicht, jedenfalls für sich selbst. Ausreden lässt sie nicht gelten. "Jeder kann doch einen kleinen Beitrag leisten. Und vegetarische Gerichte gibt es überall. Selbst wenn ich zur Safari nach Afrika fahre, finde ich etwas Leckeres, obwohl die Küche dort sehr fleischlastig ist."

Hegendorfs Sonntagsessen, mit einem Pistazienkuchen als süßem Finale, ist grün wie Greenpeace. "Grün steht für mich für Detox, Gesundheit, Natürlichkeit und Natur", sagt sie. Und natürlich steht es auch für den Frühling, dessen Beginn Vegetarier wie Fleischesser gleichermaßen herbeisehnen. 

Rezept für Pistazienkuchen

Zutaten:

Für den Boden:

  • 250 g Pistazien, gehackt
  • 400 g Cashewkerne, gehackt
  • 125 ml Kokosöl
  • 15 Datteln, entsteint, für 2 Stunden in warmem Wasser eingeweicht

Für die Quarkcreme:

  • 500 g Quark
  • 400 ml Sahne
  • 4 EL weißer Zucker
  • Schale einer halben Orange, gerieben
  • 1 TL Vanille, gemahlen

Zubereitung:

Die eingeweichten Datteln mit dem Kokosöl zu einer Paste pürieren. Einige Pistazien als Dekoration zur Seite legen.

Die gehackten Pistazien und Cashewkerne gut mit der Masse vermischen. Die Masse in eine runde Springform drücken. Boden für circa dreißig Minuten in den Kühlschrank stellen.

Quark mit Zucker, Orangenschale und gemahlener Vanille glattrühren.

Sahne steif schlagen und unter die Quarkmasse heben.

Die Masse auf den Boden streichen und mit den restlichen gehackten Pistazien bestreuen.

Vor dem Servieren etwa eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Am besten wirft man eine Handvoll Wildkräuter in die grüne Smoothie Bowl. © Janine Hegendorf

Beim Anblick dieser grünen Smoothie Bowl vergeht Hegendorfs Mann der Appetit. Schmeckt das überhaupt? Die Bloggerin hingegen kann gar nicht genug davon kriegen. Sobald es Frühling wird, sammelt sie einige der Zutaten dafür im eigenen Garten.

Der Brombeeren-Feigen-Senf zum Sandwich wird frisch angerührt. © Janine Hegendorf

Gut als zweites Frühstück eignet sich dieses Avocado-Käse-Sandwich mit Brombeeren-Feigen-Senf. Die Brombeeren pflückt die 36-Jährige nach Möglichkeit im eigenen Garten.

Der Brokkolisalat wird mit Vollkornpenne serviert, ins Dressing kommt Nussmilch. © Janine Hegendorf

Gegen Brokkoli gibt es rein gar nichts einzuwenden. Geschmackvoll zubereitet sorgt er für eine spannende Textur und liefert viele Nährstoffe. Den Brokkolisalat mit gerösteten Walnüssen kann man bei der ersten Grillparty des Jahres unauffällig mit aufs Büffet stellen.

One Pot Pasta wird tatsächlich in nur einem Topf zubereitet: Erst kochen die Nudeln in der Gemüsebrühe, dann kommt Spinat hinzu und zum Schluss der Käse. © Janine Hegendorf

Ein anhaltender Trend unter Bloggern ist die One Pot Pasta. Die deutsche Übersetzung lautet etwa "Alles in einen Topf". Angeblich stammt die Idee aus einem italienischen Dorfrestaurant, dessen Küche so klein ist, dass so wenige Töpfe wie möglich verwendet werden. Diese Version kommt mit Spinat und cremigem Frischkäse auf den Tisch. 

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