© Sabine Ludhammer

Frühlingssalat Die Beeren kommen

So richtig frühlingsschön wird Salat mit Erdbeeren, und auf die Schokogranola-Pizza kommen Heidelbeeren. Dieses Sonntagsessen ist Soul-Food für den Heißhunger auf Süßes. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Soul-Food ist derzeit in aller Munde. Der Begriff wird für alles Mögliche verwendet, für vegane Nudelsuppen, glutenfreie Pancakes und Döner nachts um drei – für alles also, was den Menschen gerade so richtig schmeckt. Winston Churchill pflegte zu sagen: "Man soll dem Leib etwas Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen" – das auch für ihn so stimmige Motto hat er sich allerdings bei Teresa von Ávila ausgeliehen.

Sabine Ludhammer beherzigt diesen Satz auf jeden Fall, wann immer sie in der Küche steht. Ihr Blog heißt Soulsistakitchen und hat eine Mission: ein wenig Entspannung und viel Genuss in unsere schnelllebige Welt zu bringen. Geboren und aufgewachsen ist sie in Gmunden im Salzkammergut, mittlerweile lebt sie in Feldkirch, einer Stadt in Vorarlberg, wo sie als Radiologietechnologin arbeitet. Die Hingabe an Lebensmittel und deren Zubereitung hat sie von ihrem Vater geerbt, einem Koch. Schon als Kind hat die 35-Jährige in der Küche experimentiert, zusätzlich ermutigt von ihrer Mutter und Großmutter.

Heute kocht sie, wie sie sagt, "einen Mix aus traditioneller österreichischer Hausmannskost, der Experimentierfreude meiner Mama und den exotischen Speisen, die mein Papa von seinen Reisen mitgebracht hat". Am allerliebsten Currys, denn ähnlich ihrem großen Vorbild Tim Raue hat sie sich der asiatischen Küche verschrieben. Aber auch der Rest der Welt bietet Inspiration, zum Beispiel Marokkos Gewürzmärkte: "Und was die Gemüsezubereitung betrifft, sind die Franzosen große Künstler", findet sie. Immer wieder gern reist sie nach Südeuropa, kostet auf Sizilien frisch eingelegte Artischocken oder hausgemachte Pasta, probiert in Spanien frisches, grasig-grünes Olivenöl oder sammelt frische Muscheln am Strand von La Rochelle.

Egal, wie üppig das Soul-Food-Menü ausfällt, eine Nachspeise muss bei Ludhammer sein, bestenfalls von allem etwas, auch bekannt als Dessertvariation. Bestimmt ist daran auch ihre österreichische Heimat schuld, wo Strudel, Kaiserschmarrn und Palatschinken als ernsthafte Mahlzeit durchgehen. Kein Wunder, dass dieses Sonntagsessen ein eher süßes geworden ist. Der Frühlingssalat mit Zitronenthymian und Beeren überzeugt mit einem Wechselspiel von sauren und fruchtigen Aromen, denn Soul-Food bedeutet ja auch das: ein perfektes Gleichgewicht.

Rezept für Frühlingssalat mit Zitronenthymian und Beeren

Zutaten:

  • 3 Handvoll verschiedene Blattsalate
  • 2 Paprikaschoten
  • 5 Radieschen
  • 10 Erdbeeren
  • 1 Avocado
  • 10 Cocktailtomaten
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz
  • Zitronenthymian
  • Kresse

Zubereitung:

Salat waschen und kleinzupfen. Avocado und Radieschen in Scheiben, Paprika in feine Ringe schneiden. Erdbeeren und Cocktailtomaten halbieren. Alles bis auf die Erdbeeren unter die Blattsalate mischen. Aus Olivenöl, Zitronensaft und Salz ein Dressing machen, über den Salat geben. Die Blätter des Zitronenthymians von den Stielen zupfen und zusammen mit der Kresse über den Salat streuen. Zum Schluss mit Erdbeeren garnieren.

Die Schokoladen-Granola-Pizza wird mit Beeren nach Wahl belegt. © Sabine Ludhammer

Statt eines Müslis zum Frühstück empfiehlt die Bloggerin eine Art Pizza aus Haferflocken. Auch hier wieder wichtig: frische Beeren.

Buchteln werden mit Marmelade gefüllt – und bei Sabine Ludhammer auch mit Marmelade serviert. © Sabine Ludhammer

Buchteln sind Hefeklöße, die entweder mit Vanillesoße oder, wie hier, mit Marmelade genossen werden. Am besten schmecken sie ofenwarm.

Die Rollen werden mit Spinat so grün, gefüllt sind sie mit Lachs. © Sabine Ludhammer

Zwischendurch sorgt etwas Herzhaftes für Abwechslung, etwa diese Spinatrollen mit Lachs-Dill-Füllung.

Wohin mit dem Spekulatiusgewürz, wenn Weihnachten längst vorbei ist? Na, in den Gugelhupf. © Sabine Ludhammer

Spekulatius nur zu Weihnachten? Quatsch, findet Sabine Ludhammer, und beweist mit ihrem Gugelhupf, dass auch der Frühling ein paar intensive Gewürzaromen vertragen kann.

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