© An Italian in my Kitchen

Rosmarinkartoffeln Amore geht durch den Magen

Wenn eine Kanadierin zur Toscana-Fraktion überläuft, darf Pasta nicht fehlen, am besten mit viel Käse. Das Tiramisu zum Dessert wird mit Zitronensaft frühlingsfrisch. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

"Was bei mir nie auf den Tisch käme? Smartphones." Rosemary Molloy ist der persönliche Austausch dafür viel zu wichtig. So wie die Mahlzeiten mit der Familie, ob nun in ihrer Heimatstadt Toronto oder ihrem zwischenzeitlichen Exil in einem kleinen Ort nahe Rom. 

Dort haben ihre Schwiegermutter und Schwägerin die 58-Jährige in die Geheimnisse der italienischen Küche eingeweiht, die sie seit 2013 auf ihrem Blog An Italian in my Kitchen teilt. Schon ihre eigene kanadische Mutter war eine gute Köchin, "allerdings eher vom Typ Roastbeef und Schokokuchen mit Mokkaglasur".

Heute führt Rosemary Molloy in Italien das Leben, von dem mancher hierzulande träumt. Ihr Gemüse baut sie in Italien selbst an. Brot, Fleisch und Käse kauft sie bei ihrem Lieblingshändler – und zwar jeden Tag frisch, so wie die Einheimischen, sagt Molloy. Sich dafür in einer ordentlichen Reihe anzustellen, sei den Italienern als Kulturtechnik allerdings nicht bekannt. Dabei verbringt die Kanadierin so viel Zeit wie möglich mit ihren zwei Töchtern und ihrem Ehemann. Auswärts essen geht die Familie selten, höchstens mal in Toronto zum Mexikaner. 

Was zu Hause bei ihr auf den Tisch kommt? "Oh, es darf ruhig rustikal sein. Ich liebe Pizza und zum Nachtisch Tiramisu. Auch Pasta geht immer, zum Beispiel Fettuccine mit Fleischsoße oder, ganz simpel, mit Tomaten und frischem Basilikum." Mit dem Smartphone bei Tisch mag sie streng sein, beim Kochen aber ist Ablenkung bei Rosemary Molloy erlaubt. Sie selbst lässt gerne den Fernseher im Hintergrund laufen.

Das Sonntagsessen von An Italian in my Kitchen überzeugt mit einer Beilage, auf die sich alle einigen können. Denn es ist doch so: Der eine will kein Fleisch, der andere keinen Zucker, der dritte knapst an den Kalorien herum. Wie wäre es also mit gerösteten Rosmarinkartoffeln? Die sind gesund, naturbelassen und eine dankbare Beilage für alles Mögliche.

Rezept für geröstete Rosmarinkartoffeln

Zutaten:

  • 4 große Kartoffeln
  • 2-3 Zweige frischer Rosmarin
  • 2 ½ TL Oregano
  • 1 TL Salz
  • 60 ml Olivenöl

Zubereitung:

Kartoffeln abbrausen und trockenreiben. Anschließend schälen und in große Würfel schneiden. In einer Schüssel mit Rosmarinzweigen, Oregano, Salz und Olivenöl mischen und in eine große Backform geben. Mit einem halben bis einem Teelöffel Oregano und einem viertel bis halben Teelöffel Salz bestreuen. Bei 200 Grad für eine Stunde backen. Nach der Hälfte der Zeit die Kartoffeln mit einem Löffel wenden. Sofort servieren.

 

Flankensteak © An Italian in my Kitchen

Diese Kartoffeln passen gut zu einem gerollten Flank Steak. Gefüllt ist es entweder mit Mortadella oder Prosciutto und Rucola.

Grüne Bohnen © An Italian in my Kitchen

Als zweite Beilage schlägt Molloy grüne Bohnen vor. Wichtig ist, dabei ein gutes Olivenöl zu verwenden. Eine Regel, die in der italienischen Küche ohne Ausnahme gilt.

Pasta mit Hackfleischsoße © An Italian in my Kitchen

Natürlich muss auch ein Teller Pasta auf den Tisch. Und zwar ganz klassisch: mit einer Hackfleisch-Tomatensoße, Mozzarella und Parmesan.

Zitronen-Tiramisu © An Italian in my Kitchen

Beim Tiramisu weicht die Bloggerin ein wenig vom Original ab. Statt mit Kakaopulver wird es mit Zitronensaft und -zeste aromatisiert. Perfekt für einen italienischen, kanadischen oder deutschen Frühlingssonntag.

Kommentare

50 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren