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Eisrezepte Eins an der Waffel

Über Eis kann man nicht streiten, da passt jede Koalition. Bourbon passt zur Pflaume, Müsli zur Holunderbeere. Mit diesen Rezepten kriegt man auch Mandelparfait easy hin. Von

Zu kalt? Zu heiß? Auch im Sommer können sich die Menschen nicht über das Wetter einigen, aber immerhin auf eine Sache: Eiscreme. Eltern und Kinder, Männer und Frauen, Angehörige aller Parteien und Nationen schlecken an bunten Kugeln, als würde das die Welt zu einem besseren Ort machen. Und vielleicht stimmt das ja sogar. Eiscreme ist diplomatisch – wer keine Vanille mag, kann Schoko nehmen. Sie versöhnt verschiedene Lebensstile – weil sie vegan sein kann, zucker- oder laktosefrei oder ganz altmodisch mit allem und Streuseln noch obendrauf! An heißen Tagen kühlt sie, an regnerischen spendet sie Trost. Mit einer Eistüte in der Hand kann man nur friedlich gestimmt sein.

Bleiben eigentlich nur zwei Fragen: Waffel oder Becher? Mit Eismaschine oder ohne? Es gibt viele gute Gründe, sich eine solche zuzulegen. Mit ihr lassen sich Sorten herstellen, die man in der Eisdiele niemals zu bestellen wagte, Schlumpfeis zum Beispiel oder Knoblauch. Sorten, die mehr Zutaten enthalten als die Töpfchen von Ben & Jerry's. Was spräche schließlich ernsthaft gegen Mandel-Ricotta-Espresso-Blaubeere-Marshmallow? Gar nichts.

Weil eine Eismaschine ziemlich viel Platz in der Küche wegnimmt und ein gutes Modell außerdem nicht gerade günstig ist, wollen wir es uns allen leicht machen. Wir haben einige Foodbloggerinnen und Foodblogger gebeten, ihr liebstes Eisrezept ohne Eismaschine mit uns zu teilen. Bei manchen braucht man dann leider Geduld, bis sie gefroren sind. Aber es gibt auch Eissorten, die man sofort nach der – übrigens herrlich simplen – Zubereitung aufessen kann.


Boozy Coffee Popsicles

Zutaten für 6 Stück:

  • 240 ml kalter Filterkaffee
  • 120 ml Sahnelikör, zum Beispiel Baileys
  • Für die Glasur:
  • 200 g Kuvertüre weiße Schokolade
  • 200 g Kuvertüre dunkle Schokolade
  • Kakaonibs
  • evtl. Karamellsauce

Zubereitung:

Zunächst die Formen herstellen. Dazu eignen sich zum Beispiel gebrauchte Joghurtbecher oder XL-Eiswürfelformen. Aus Essstäbchen lassen sich Stile machen, indem man sie in der Mitte durchschneidet und mit Klebeband am Becher befestigt. Alternativ kann man das Eis mit dem Löffeln portionieren.

Formen auswaschen und sicher und fest auf einen Untergrund stellen. Je weniger die Form bewegt wird, desto schöner wird der Farbverlauf.

Jede Form mit sechs Zentilitern kaltem Kaffee befüllen. Anschließend vorsichtig in jede Form jeweils zwei Zentiliter Sahnelikör gießen. Für drei Stunden in das Gefrierfach stellen.

Für die Schokohülle die Sorten getrennt voneinander im Wasserbad vorsichtig zum Schmelzen bringen. Anschließend die geschmolzene Schokolade ein wenig abkühlen lassen, bis sie noch flüssig und handwarm ist. Beide Sorten in ein Becherglas geben und 1–2 mal kurz umrühren, bis sich ein schöner Marmoreffekt zeugt. Das Eis bis zur Hälfte in das Becherglas tauchen und anschließend sofort die Kakaonibs über die noch flüssige Schokolade streuen. Die fertigen Popsicles können einfach bis zum Verzehr im Eisfach gelagert werden. Evtl. mit Karamellsauce beträufeln.

Rezept von Maria Giesecke, Kai Kreuzmüller, In Search Of

Kommentare

9 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Danke, Eva Biringer, für diese verhältnismäßig einfachen Rezepte.

Sollte es die Zeit erlauben, werde ich das ein oder andere dieser Schmecklecks-chen durchaus nachfabrizieren. Besonders dankbar bin ich für diese Rezept-Varianten, weil sie eben keine Eismaschine benötigen.

Gegenstände, die ich seltener als dreimal im Jahr benutzen würde, in diesem Falle also Eismaschine wie Zuckerthermometer, versuche ich erst gar nicht in meine Küche Einzug halten zu lassen. Vulgo nenne ich sie "Küchenschrott".

Und es ist immer die Frage, ob der Eismann*frau des Vertrauens nicht ebenso gutes Eis herstellt, oder ob es in Anbetracht kulinarischer Orgasmen tatsächlich die Mühe wert ist.