Erdbeer-Chia-Kompott Ihr seid echt süß

Wenn das Leben einem Erdbeeren gibt, dann sollte man was draus machen: Erdbeer-Kompott mit Chiasamen und Salat mit Avocado. Spargel und Erdbeeren haben jetzt Saison. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Die Jahreszeiten könnten sich ruhig mal untereinander absprechen. Viel zu lange blicken einen im Supermarkt bloß traurige Knollen an und Obst, das kaum diesen Namen verdient. Im Frühjahr wird es besser. Und plötzlich ist es Sommer, alles treibt und blüht und verschwendet sich, als gebe es kein Morgen. Oder eben den unvermeidlichen Herbst und Winter. Die lehren uns dann wieder Bescheidenheit – und die Erkenntnis, dass selbst traurige Knollen für etwas gut sind.

In Einsicht und Bescheidenheit übt sich auch Jennifer Hauwehde. Seit einiger Zeit ernährt sie sich vegan, aus Achtung vor der Natur. Dabei endet das gute Gewissen nicht am Tellerrand. Viele Produkte kauft sie in einem Laden, der auf Verpackungsmüll verzichtet, außerdem bezieht sie Ökostrom und arbeitet in einem Geschäft für nachhaltige Mode. Im Münsterland studiert die 25-Jährige Germanistik, nebenbei betreibt sie den Blog Mehr als Grünzeug. Auf die Frage nach ihrer Henkersmahlzeit antwortet sie: "Gar keine. Warum sollte ich kurz, bevor ich sterbe, noch etwas essen? Das wäre doch Verschwendung."

Verschwendung wäre es auch, nichts Nachhaltiges anzustellen mit den Massen von Erdbeeren, die es derzeit gibt. Aus denen macht Hauwehde Erdbeer-Chia-Kompott. Besser, man kauft die Früchte dafür nicht im Supermarkt, sondern in einem der unzähligen Erdbeerhäuschen, die derzeit das Bild deutscher Städte verschönern. Die Bloggerin empfiehlt einen "Landwirt des Vertrauens". Noch besser pflückt man sie selbst.

Rezept für Erdbeer-Chia-Kompott

Zutaten:

  • ca. 500 g Erdbeeren
  • 1 TL Vanillepulver
  • ½ TL Zimt
  • Saft von ½ Limette
  • 2 EL Kokosblütenzucker
  • 2 EL Chiasamen

Zubereitung:

Erdbeeren je nach Größe vierteln oder achteln und zusammen mit dem Kokosblütenzucker, Limettensaft und Zimt in einen kleinen Topf geben. Unter ständigem Rühren erhitzen, damit sich der Kokosblütenzucker auflöst und die Erdbeeren ihren Saft verlieren. Nach etwa fünf Minuten sollten die Erdbeeren weich geworden sein. Nun das Vanillepulver unterrühren und die Erdbeeren zu kleinen Stücken zerdrücken, das geht gut mit einem Mörser. Es dürfen einige Stücke übrigbleiben. Wer seinen Kompott fein mag, püriert die Masse kurz im Mixer. Anschließend die Chiasamen hinzufügen und gut unterrühren.

Das Kompott für etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, damit die Chiasamen quellen können.

Raffiniert: Ins Dinkelbrot kommt Sesammus für einen noch nussigeren Geschmack. © Mehr als Grünzeug

So, und wohin nun mit dem Erdbeerkompott? Zum Beispiel auf ein Dinkelbrot mit Tahin.

Erst der Spargel, dann die Erdbeeren – wenn beide reif sind, ist Zeit für diesen Frühlingssalat. © Mehr als Grünzeug

Immer noch Erdbeeren im Kühlschrank? Die 25-Jährige empfiehlt einen Erdbeer-Spargel-Salat mit Avocado.

Ja, Falafel gibt es an jedem zweiten Imbiss. Aber selbstgemacht schmecken sie nun mal so richtig zum Reinlegen. © Mehr als Grünzeug

Einfallslose Studentenküche? Von wegen. Kichererbsen hat Jennifer Hauwehde immer vorrätig. Sie macht daraus entweder eine Tomatenpfanne oder Falafel.

Mit Sojaquark angerührt, kann Tzatziki auch Veganern Ägäis-Momente bescheren. © Mehr als Grünzeug

Zum Dippen eignet sich dieses Tzatziki. Natürlich mit Sojaquark.


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