© Vermilion Roots

Malaysischer Kräutersalat So entspannt wie ein Picknick im Park

Minze, Koriander und Thai-Basilikum im Salat und dazu kalten Zitronengras-Ingwer-Tee: Dieses Sonntagsessen ist frisch, vegetarisch und leicht vorzubereiten. Ein Rezept von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Essen muss satt machen? Nein, sagt Christine Leong Knight, Essen kann so viel mehr! Derzeit beschäftigt sich die 38-Jährige mit Ayurveda, der indischen Heilslehre, bei der die zur Konstitution passende Ernährung eine zentrale Rolle spielt. Außerdem interessiert sie sich für traditionelle chinesische Medizin, Yoga und Meditation. Und für frische, organische Lebensmittel, weswegen sie ab und zu auf einer Farm Freiwilligendienst leistet. All das geht natürlich besonders gut in Kalifornien, genau genommen in San José, einer Stadt am südlichen Ende der San Francisco Bay Area. Von ihrem Leben und vor allem von ihrem Leben in der Küche berichtet Leong Knight auf ihrem Blog Vermilion Roots. Gegründet hat sie es 2015 aus Heimweh, als sie ihre Heimat verlassen hatte, um in den USA zu heiraten.

Ursprünglich stammt sie aus Kuala Lumpur. Ihre Familie betrieb dort mehrere chinesische Restaurants. Wenn sie heute einmal nicht weiter weiß, ruft sie ihren Vater an, einen Koch. "Er ist schuld, dass ich so wählerisch bin und nur noch mit einem Gasherd kochen möchte", sagt sie und lacht. "Von ihm habe ich auch das Verständnis, dass Nahrung als ganzheitlicher Vorgang den Körper und Geist beeinflusst." An Kalifornien schätzt sie die frischen Lebensmittel von hoher Qualität und die vielen asiatischen Supermärkte. "In meiner Nachbarschaft gibt es eine große vietnamesische Community, weswegen es ziemlich leicht ist, tolles vietnamesisches Essen zu kaufen." Noch lieber als auswärts essen zu gehen, kocht sie allerdings selbst, gerne etwas so Einfaches wie ein Reisporridge mit frischem Ingwer, Sojasoße, Sesamöl, Frühlingszwiebel, Koriander und weißem Pfeffer.

Ihr Sonntagsessen ist ein malaysisches Picknick, mit Gerichten, die allesamt vegetarisch sind und gut vorzubereiten. Normalerweise, erklärt sie, verwende man für den Kräutersalat Ulam exotische Zutaten wie daun kaduk, bunga kantan und daun kesum. Um Einkaufsfrustration vorzubeugen, hat die Bloggerin sie durch Minze, Koriander und Thai-Basilikum ersetzt. Statt Weizenkörnern passt auch Reis, Quinoa, Gerste, Emmer, Hirse oder Blumenkohl als Basis. Ganz im Sinn der ayurvedischen Lehre: Iss, was deinem Körper am besten tut.

Rezept für Ulam – malaysischer Kräutersalat

Zutaten für 2 Portionen:

  • 450 g gekochte Weizenkörner, Zimmertemperatur
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Stängel Zitronengras
  • 55 g Jungzwiebeln
  • 55 g frische Minze
  • 55 g Thai-Basilikum
  • 55 g Koriander
  • 5-6 Kaffir-Limettenblätter
  • 1 TL Kokoszucker
  • 1 TL Limettensaft
  • 115 g Kokosraspeln
  • 115 g gemahlene Erdnüsse
  • Meersalz und Pfeffer

Zubereitung:

Den weißen Teil des Zitronengrases fein hacken, ebenso Frühlingszwiebel, Jungzwiebel, Minze, Thai-Basilikum, Koriander und Kaffir-Limettenblätter.

Erdnüsse und Kokosraspeln ohne Fett in einer Pfanne rösten.

Alle Zutaten in einer großen Schüssel mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sofort servieren.

Mit Sesamsaat und zerstoßenen Erdnüssen wird das eingelegte Gemüse crunchy. © Vermilion Roots

Zutaten aus Kalifornien, Aromen aus Südostasien: Das Beste aus zwei Welten vereint dieses eingelegte Gemüse

Der Glasnudelsalat ist ein thailändischer Klassiker, Fischsoße sorgt für deftige Umami-Würze. © Vermilion Roots

Ein echter Klassiker ist der thailändische Glasnudelsalat. Würzig wird er dank Leong Knights absoluter Lieblingszutat, roten Chilis.

Gerste im Zitronengras-Ingwer-Tee? Klingt schräg, soll aber kühlend wirken. © Vermilion Roots

Gerste im Getränk? Ja, erklärt die Wahlkalifornierin, in ihrer Heimat sei Gerstensaft so allgegenwärtig wie Wasser: "Man sagt, er kühle an heißen Tagen das innere Feuer." Hier kombiniert sie ihn mit einem erfrischenden Zitronengras-Ingwer-Tee

Kekse gehen natürlich immer, für das spezielle Aroma sorgt hier Fünf-Gewürze-Pulver mit Sternanis, Szechuanpfeffer, Zimtkassie (Gewürzrinde), Fenchel und Gewürznelke. © Vermilion Roots

Das chinesische Fünf-Gewürze-Pulver kennt man eher im Zusammenhang mit herzhaften Gerichten wie Fleisch und Marinaden. Leong Knight macht daraus Cookies. Dazu passt ein Glas Milch – natürlich kalt. 

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