Feigentarte Auch das Obst hat es gern ordentlich

Gut durchstrukturiert: Diese Tarte mit frischen Feigen, Ziegenkäse und Thymian hilft ein bisschen dabei, vom Sommer Abschied zu nehmen. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Auch das kann ein Foodblog sein: ein Lob auf die Ordnungsliebe. Früher verschwanden Rezepte bei Christiane Emma Prolic in irgendeinem Ordner, wegen der Krakelschrift. Heute werden sie gewissenhaft abgetippt und zusammen mit appetitanregenden Fotos ins Internet gestellt – auf ihrem Blog Emmi kocht einfach. Das "einfach" ist nicht ganz wörtlich zu nehmen im Sinn von "einfach alle Zutaten in den Topf werfen und mal gucken, was passiert". Sondern: einfach strukturiert und mit simplen Zutaten. Über sich selbst sagt die Bloggerin: "Ich bin sehr ordnungsliebend und finde es toll, meine Rezepte schön sortiert und jederzeit auffindbar zu haben."

Christiane Emma Prolic stammt aus Würzburg, von dort ist sie vor vielen Jahren nordwärts gezogen, allerdings nur bis nach Essen. Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und dem neunjährigem Sohn in Köln. Wenn sie auswärts essen geht (was sie niemals allein tun würde, "denn da könnte ich mich ja mit niemandem über die Gerichte austauschen"), dann gern ins italienische Restaurant La Montanara im Belgischen Viertel, ihrem ehemaligen "verlängerten Wohnzimmer".

Die Zeit zum Draußensitzen dürfte bald vorüber sein, aber mit diesen saisonalen Rezepten nimmt Christiane Emma Prolic noch einmal ausgiebig Abschied vom Sommer. Man muss es positiv sehen: Mit sinkenden Temperaturen gibt es keine Ausrede mehr, den Backofen nicht anzuschalten. Den braucht man nämlich für Prolics Feigentarte mit Ziegenkäse, Walnuss und Thymian.

Feigentarte mit Ziegenkäse, Walnuss und Thymian

Zutaten:

Für den Teig:

  • 250 g Mehl, Typ 550
  • 160 g Butter, kalt, in Stücke gewürfelt
  • 1 Ei, Größe M
  • 2 EL frische Thymianblättchen, grob gehackt
  • 1 TL Salz

Für den Belag:

  • 2-3 frische Feigen, in ca. 5 mm dicke Scheiben geschnitten
  • 200 g Ziegenweichkäserolle in ca. 5 mm dicke Scheiben geschnitten
  • 3 EL roter Feigensenf
  • 20 g Walnüsse, grob gehackt
  • 2-3 EL frische Thymianblättchen, grob gehackt
  • 1 EL Blütenhonig

Zubereitung:

Eine Kastenform (Maße ca. 34 mal 13 Zentimeter) einfetten. 
Für den Teig Mehl, Salz und Thymianblättchen auf einer bemehlten Arbeitsfläche aufhäufen. Kalte gewürfelte Butter über das Mehl geben und mit den Händen beides gut miteinander verreiben, dann verkneten. Sobald keine Butterstücke mehr zu sehen sind, das Ei einarbeiten, bis ein Teig entsteht. Zu einer Scheibe formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für etwa eine Stunde kaltstellen.

Den gekühlten Teig mit dem Handballen weichdrücken, mit Mehl bestäuben und mithilfe eines Nudelholzes auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa vier Millimeter dünn ausrollen. In die vorbereitete Tarteform geben, dabei einen Rand formen und den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Bei 180 Grad für 15 Minuten im Backofen blindbacken. Sollte er zu feucht sein, ohne Backpapier und Hülsenfrüchte für weitere fünf Minuten backen. 
Aus dem Ofen nehmen.

Teigboden mit Feigensenf bestreichen. Abwechselnd mit Feigenscheiben und Ziegenkäsescheiben belegen. Gehackte Walnüsse und Thymianblättchen darüberstreuen und mit Honig beträufeln. Noch übrige Teigreste eignen sich gut, um die Tarte damit zu verzieren. 
Bei 180 Grad für 30 bis 35 Minuten im Ofen backen.

Auch für Gäste sehr geeignet, denn die Koteletts werden einfach im Ofen gebacken.

Natürlich kann man mit entsprechender Ausrüstung auch im Winter grillen. Viele belassen es jedoch bei der Zubereitung in der Bratpfanne oder dem Ofen. Dank Apfelscheiben und Preiselbeeren schmecken diese Schweinekoteletts schön herbstlich.

Erst werden die Äpfel in der Pfanne gebraten, dann kommt der Blätterteigdeckel drauf – und das Ganze in den Ofen.

Nicht aus dem Ofen, sondern aus der Pfanne kommt hingegen diese Tarte Tatin. Dazu passt eine Kugel Vanilleeis – ganzjährig. 

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