© Backen mit Christina

Marillenknödel: Wenn das Leben dir Aprikosen gibt, mach Marillenknödel

Das österreichische Traditionsrezept ist ideal für faule Sommertage. Und wenn die Aprikosen mal nicht in die Knödel sollen? Dann gibt es eben Marillen-Mandel-Kuchen. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Mistgabel statt Skalpell – das ist die Kurzform von Christina Bauers Lebensgeschichte. Eigentlich wollte sie Medizin studieren und Chirurgin werden, doch dann lernt sie mit 17, bei einem Praktikum in der Notaufnahme, ihren zukünftigen Ehemann kennen. Sie heiratet ihn mit 20 und zieht von Graz nach Göriach, einem kleinen Ort im Salzburger Lungau, wo die beiden den Familienbetrieb übernehmen.

Eher zufällig entdeckt Christina Bauer dann ihre Leidenschaft für selbst gebackenes Brot. Gelernt hat sie das Backen von ihrer Schwiegermutter. Und zwar so gut, dass sie Backkurse gibt und ihren eigenen Blog Backen mit Christina begründet hat. Inzwischen ist die zweifache Mutter sogar Buchautorin.

All das ändert nichts daran, dass ihre Küchenphilosophie eine sehr bodenständige geblieben ist. "Meine Mama hat immer frisch für uns gekocht, das hat mich sehr geprägt", erklärt sie. "Am liebsten mochte ich die einfachen, klassischen Rezepte, das ist bis heute so geblieben. Außerdem war es immer wichtig, dass nur das verkocht wird, was gerade Saison hat." Jetzt gerade sind das zum Beispiel Aprikosen, die in Österreich Marillen genannt werden. Christina Bauer bereitet daraus das, wie sie sagt, perfekte Mittagessen für heiße Tage zu: Marillenknödel. In Erinnerung an ihren ursprünglichen Lebensplan könnte man von einem Notfallrezept sprechen, schließlich haben viele die Handvoll Zutaten immer vorrätig.

Marillenknödel

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 Packungen Quark
  • 4 EL Rapsöl
  • 4 EL Weizengrieß
  • 4 EL Semmelbrösel plus mehr zum Bestreuen
  • 2 Eier
  • etwas Salz
  • Mehl
  • 12 Aprikosen 
  • 12 Stück Würfelzucker, nach Belieben
  • 50 g Butter

Zubereitung:

Quark, Rapsöl, Weizengrieß, Semmelbrösel, Eier und Salz gut vermischen und so viel Mehl dazugeben, bis sich der Teig vom Löffel löst. Anschließend etwa zehn Minuten ruhen lassen. Teig in zwölf Portionen teilen, jeweils eine Aprikose in die Mitte legen und zu einem Knödel formen. Sind die Früchte noch nicht süß genug, kann man den Kern entfernen und stattdessen ein Stück Würfelzucker in die Mitte geben.

Knödel im Dampfgarer oder im kochenden Wasser etwa 20 Minuten dämpfen beziehungsweise ziehen lassen.

In der Zwischenzeit Butter in einer Pfanne schmelzen und Brösel anrösten.

Die fertigen Knödel in den Bröseln wälzen und sofort servieren.

Roggen, Dinkel, Weizen: In diesem Brot stecken drei Sorten Mehl. © Backen mit Christina

Handwerklich hergestelltes Brot ist gerade sehr beliebt. Eine schöne Erfahrung ist es, einmal selbst Hand anzulegen, statt bei Google nach dem nächstgelegenen Traditionsbäcker zu suchen. Bauer schlägt dieses Roggenbrot mit Dinkel vor.

Frischkäse, Sahne, Crème fraîche: Auch dieser Schokokuchen entsteht nach dem Prinzip "Nimm drei". © Backen mit Christina

Dreierlei Milchprodukte und ein wenig Rum, viel mehr braucht man nicht für diesen Schokokuchen mit Frischkäse.

Dieser Marillenkuchen mit Mandeln basiert auf einem schnellen Rührteig, der durch Joghurt saftig wird. © Backen mit Christina

Sind noch Aprikosen übrig? Sie lassen sich gut in einem Kuchen mit Mandeln verbacken.

Auch im Gugelhupf steckt Joghurt, diesmal mit Vanillegeschmack. © Backen mit Christina

Ein österreichischer Klassiker ist der Gugelhupf. Bauer verfeinert ihn mit Vanillejoghurt.

Kommentare

51 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren