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Pasta mit Pancetta und Erbsen: Rostock oder Rimini? Hauptsache, Nudeln

Sehnsuchtsorte gibt es viele, aber eins ist sicher: Das Sofawetter kommt schnell genug zurück, deswegen dauert keins dieser Rezepte länger als eine halbe Stunde. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

Seltsamerweise nimmt die Italiensehnsucht im Sommer nicht ab. Auch – oder gerade? – wenn es in Rostock ähnlich warm ist wie in Rimini, wollen die Menschen gen Süden ziehen. Eis essen hilft, mindestens zwei Kugeln am Tag. Die Möglichkeiten eines italienischen Abendessens hingegen sind vielfältig. Von allen ist Pasta die einfachste Option. Elegant wird sie zum Beispiel durch Erbsen und Pancetta. Hierbei handelt es sich um fetten Bauchspeck vom Schwein, der mit Kräutern wie Rosmarin und Salbei aromatisiert und anschließend luftgetrocknet wird. Ausgedacht hat sich dieses simpel-sommerliche Gericht Meghan McMorrow, Betreiberin des Blogs Fox and Briar.

Gemeinsam mit ihrem Mann und zwei Katzen lebt sie im US-amerikanischen Seattle, wo die Temperaturen ähnlich stark schwanken wie in Deutschland. Nach eigener Aussage ist McMorrow ein Fan von Gerichten, die so schnell von der Hand gehen, dass man nur eine kurze Sofapause einlegen muss – dort mit ihrem Mann zu liegen und fernzusehen gehört nämlich zu den Hobbys der 38-Jährigen. Über ihr Sonntagsessen sagt sie: "Versprochen: Keins dieser Gerichte wird länger brauchen als dreißig Minuten." Wir finden: Richtig so, das Sofawetter kommt früh genug. Besser, man genießt diese Pasta mit Pancetta und Erbsen jetzt schnell dort, wo Italien am nächsten ist, auf der Terrasse.

Pasta mit Pancetta und Erbsen

Zutaten für vier Personen:

  • 220 g Fettuccine
  • 120 g Pancetta, ersatzweise Speck
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/8 TL roter Pfeffer
  • 150 g Erbsen, gefroren
  • 120 ml Sahne
  • 100 g Parmesan, frisch gerieben
  • 1 Zitrone, deren Zeste und etwas Saft
  • 2 TL frische Minze
  • 2 TL frische Petersilie, glatt
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Pancetta in feine Streifen schneiden. Knoblauch und Kräuter hacken. In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Pasta al dente kochen. Etwa 240 Milliliter des Pastawassers auffangen.

In einer Pfanne Pancetta auf mittlerer Hitze knusprig braten, das dauert etwa fünf Minuten. Knoblauch und roten Pfeffer zugeben. Nach einer halben Minute Erbsen zugeben und weitere zwei Minuten dünsten.

Anschließend Sahne eingießen und verrühren, dann Pasta, Parmesan und so viel Pastawasser zugeben, bis eine sämige Soße entsteht.

Zitronenzeste einrühren. Vorsichtig salzen – Pancetta und Nudelwasser sind schon recht salzig – und pfeffern. Zum Schluss die Kräuter einrühren. Mit frischem Parmesan und einigen Spritzern Zitronensaft servieren.

Die Marinarasoße mit Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch kann mit Kräutern ziemlich variabel gestaltet werden. © Fox and Briar

Wenn es eine Sache gibt, die McMorrow nicht ausstehen kann, ist es abgepackter Parmesan. Frisch gerieben wird er zur entscheidenden Zutat für dieses Ofenhuhn. McMorrow empfiehlt dazu eine herzhafte Marinara, also jene Tomatensoße, die essenziell ist für die italienische Küche.

Japanisch statt italienisch sind die Ramen-Nudeln – hier mal nicht in der Suppe. © Fox and Briar

Wenn das Fernweh nicht an der europäischen Grenze haltmacht, schafft dieses Rezept Abhilfe. Ramen sind gerade in aller Munde. Klassischerweise isst man sie als Suppe, schnell und unbegleitet in sogenannten Ramen-Bars. Die gemütlichere Variante sind diese gebratenen Ramen mit Roastbeef.

Zu genudelt? Zu diesem Zitronenhühnchen gibt es Reis. © Fox and Briar

Stir Fry bezeichnet eine chinesische Kochtechnik, bei der alle Zutaten unter ständigem Rühren scharf angebraten werden. Entscheidend dafür ist die Soße, bestehend aus Sojasoße, Ingwer, Chili, braunem Zucker und Reisessig. McMorrow kombiniert sie mit Zitronenhühnchen.

"Beef and Brokkoli" – noch ein chinesischer Klassiker, der von Reis so gut wie von Nudeln begleitet werden kann. © Fox and Briar

Und noch einmal China: Reis, Rind, Brokkoli, so einfach kann es sein. Nicht vom Chinaimbiss, sondern hausgemacht.

Kommentare

48 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Was sich mir nicht entschließt ist, wenn man schreibt ""Versprochen: Keins dieser Gerichte wird länger brauchen als dreißig Minuten." Wir finden: Richtig so"
..dann ist das eben nur eine sehr starke Verkürzung. Ich verstehe zwar warum man auch Gerichte vorstellt die "schnell" gehen sollen, quasi nur das Kochen. Aber dann eben Fleisch als Ganzes, mit seiner ökologischen Problematik sich nicht einmal die Mühe macht das zu thematisieren, dass Tiere nicht als "schnelles Gericht" betrachtet werden sollten, dann kann ich das schwer nachvollziehen.