© Astrid Hafer, Timo Lutz Werbefotografie

Eintöpfe: Ist noch Suppe da?

Bitte nicht schon wieder eine kalte Bowl oder ein Avocadotoast! Diese Suppen und Eintöpfe können viel mehr: Sie wärmen, machen satt – und nachhaltig sind sie auch.

Ja, es gab mal eine Zeit, in der Schüsseln noch nicht Bowls genannt wurden und nicht mindestens ein Dutzend kalter Ingredienzien plus Toppings enthielten. Stattdessen: Suppe und nichts als Suppe, höchstens noch bestreut mit einigen Kräuterblättchen. Lange her. Aber wann, wenn nicht jetzt im Herbst, sollte man sich an die wärmenden, feierabendtauglichen Eigenschaften einer solchen Suppe erinnern, die zudem ein verbindliches Gericht ist und kein Sammelsurium? Sie hat außerdem den Vorteil, dass ihre Zubereitung schlicht ist – und sie aufgewärmt am nächsten Tag oft noch viel besser schmeckt. Das nennt man heute Meal Prep, wenn man gern modische Begriffe für alte Kulturtechniken bemühen möchte.

Diese Rezepte der Uplengener Landfrauen – Teil des Deutschen Landfrauenverbands – bringen keine geschäumten Süppchen hervor, von denen mittlerweile nur noch an Menge serviert wird, was in ein Shotglas passt. Nein, das hier sind solide Eintöpfe und Suppen, die satt machen und sich aus einer langen Kochroutine für die Familienverpflegung heraus entwickelt haben. Die Liste der Zutaten ist überschaubar und so unexotisch, dass jeder beliebige Supermarkt dafür angesteuert werden kann: Das ist im besten Sinne nachhaltig, gern regional und ressourcenschonend auch deshalb, weil zur Zubereitung ein einziger Topf ausreicht. Schon fast minimalistisch also – und zugleich dem guten Vorsatz dienlich, sich Kochbücher nicht nur anzuschauen, sondern die Gerichte darin auch wirklich zu kochen.

Muttis Eintopf

Zutaten für 4 Personen:

  • 250 g geräucherter, durchwachsener, magerer Speck
  • 2 EL Olivenöl
  • 250 g Zwiebeln
  • 250 g Sellerie
  • 250 g Möhren
  • 250 g Kohlrabi
  • 500 g Kartoffeln
  • Wasser nach Bedarf
  • Salz
  • frische Petersilie

Zubereitung:
Den Speck in Würfel schneiden und in dem Öl anbraten. Das Gemüse klein schneiden, die Kartoffeln würfeln und dazugeben. Eventuell mit Wasser aufgießen.

Circa 45 Minuten garen, mit Salz würzen und mit frischer Petersilie bestreuen.

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