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Quinoa-Kebap: So gesund kann Kebap sein

Mit Fleisch und Reis fällt der Grillklassiker mitunter ganz schön mächtig aus. Sehr viel leichter und reich Proteinen ist dieser vegetarische Quinoa-Kebap. Von
Aus der Serie: Sonntagsessen

In manchen Teilen Berlins fühlt sich Deutschland sehr türkisch an. In den Auslagen der Geschäfte liegen Berge von Baklava, es duftet nach gebratenem Knoblauch, Paprika und Kreuzkümmel, anderswo drehen sich Grillspieße. Gleich nebenan verkauft ein alteingesessener Bäcker Schrippen. Dieser kulturelle Mix ist es, den Ezgi und Eda Polat schätzen. "Unsere Stadt ist so schön bunt, die Vielfalt ihrer Küche unendlich und überall riecht es nach leckerem Essen", schwärmt Ezgi Polat. Gemeinsam mit ihrer älteren Schwester hat sie den Blog Ischta gegründet. Sein Name bezieht sich auf iştah, das türkische Wort für Appetit.

Geprägt hat die beiden einerseits ihre leidenschaftlich gern kochende Mutter. "Oft gab es türkische Gerichte wie gefüllte Auberginen oder Paprika und warme Joghurtsuppe, dann wieder Schnitzel oder Kartoffelpüree mit Spinat", berichtet die 35-jährige Eda Polat, die hauptberuflich als Korrespondentin arbeitet. Andererseits schätzt sie das reichhaltige gastronomische Angebot der deutschen Hauptstadt. "Besonders gerne gehen wir in den Kreuzberger Himmel, wo ausschließlich Geflüchtete kochen, zum levantinischen Sim Sim oder zum kurdischen Lasan", sagt die 29-jährige Ezgi Polat, die Fotografin ist. Dann wären da noch die griechischen, israelischen, italienischen, iberischen und syrischen Restaurants … und gerade hat ein Imbiss eröffnet, der Gourmet-Döner verkauft.

Wenn die beiden Schwestern selbst kochen, dann am liebsten gemeinsam und zu orientalischer Musik von Okay Temiz, Mercan Dede oder Islandman. Ihr Sonntagsessen feiert die Küche ihrer türkischen Wurzeln. Als Hauptgericht gibt es Quinoa-Kebap. Ezgi erklärt dieses Gericht, das nur im ersten Moment nach einer verrückten Fusionsidee klingt, wie folgt: "Quinoa ist reich an Proteinen, macht satt und hat trotzdem weniger Kalorien als Getreide. Kebap hingegen ist ein traditionelles Gericht, das durch seine Mischung aus Fleisch und Reis oder Brot eher schwer im Magen liegt. Unsere vegetarische Version ist leichter und kommt mit einer saftigen Tomatensoße, klassischem Knoblauchjoghurt und gegrilltem Gemüse." Das Beste aus zwei Welten – ganz nach dem Geschmack der Polat-Schwestern. Verwendet man eine pflanzliche Joghurtvariante, wird der Kebap sogar vegan.

Quinoa-Kebap

Zutaten für 2 Personen:

Für die Quinoa:

  • 125 g weiße Quinoa
  • 250 ml Wasser
  • 1 TL Salz

Für die Tomatensoße:

  • 4 frische Tomaten, ersatzweise Dosentomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Olivenöl
  • 1 TL Salz

Für den Knoblauchjoghurt:

  • 3 Knoblauchzehen, zu einer Paste verrieben
  • 150 ml Naturjoghurt
  • 1 TL getrocknete Minze 
  • Salz

Für das Chiliöl:

  • 2 TL Olivenöl
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 TL Paprikagewürz

Für das gegrillte Gemüse:

  • 5 Peperoni 
  • 5 Tomaten
  • 1 Aubergine
  • 2 TL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 Frühlingszwiebeln

Zubereitung:

Quinoa waschen und 20 Minuten lang in Salzwasser garkochen.

Für die Tomatensoße Knoblauch und Zwiebeln schneiden und in Olivenöl anbraten. Tomaten schneiden, in die Pfanne geben und 10–15 Minuten kochen lassen.

Für den Knoblauchjoghurt alle Zutaten mischen, salzen und pfeffern und gegebenenfalls etwas Wasser zufügen. Im Kühlschrank hält er sich einen Tag.

Für das Chiliöl Olivenöl, Chilipulver und Paprikagewürz zwei Minuten lang in einer Pfanne erhitzen. Die Gewürze sollten zu duften beginnen – aber Vorsicht, sie verbrennen schnell. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Für das gegrillte Gemüse Tomaten und Aubergine schneiden und zusammen mit ganzen Peperoni in Olivenöl beidseitig in einer Pfanne grillen. Salzen und pfeffern.

Quinoa auf Tellern anrichten, mit Tomatensoße übergießen, dann Knoblauchjoghurt, Chiliöl und Frühlingszwiebeln dazugeben und mit dem gegrillten Gemüse servieren.

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