Neue Nationalgalerie: Im Kraftfeld von Kraftwerk

Acht Nächte mit den Menschmaschinen in Berlin – was ist da passiert? Der Illustrator Christoph Niemann hat für uns hingesehen: Die Stadt tanzt Mekanik.
© Christoph Niemann

Ein völlig freier Raum, in dem sich alles zur Architektur verhalten muss – die Neue Nationalgalerie in Berlin ist ein Ort für Mutige. Nur zwei Jahre nach der Fertigstellung des kühnen Mies-van-der-Rohe-Pavillons aus Stahl und Glas im Jahr 1968 gründete sich in Düsseldorf das Künstlerkollektiv Kraftwerk. Auch seine Musik ist befreit von allem Überflüssigen, die Songs sind kühle Konstruktionen aus Ton und Wort. An acht Abenden treten Kraftwerk nun in der Neuen Nationalgalerie auf, seit dem 6. Januar bis zu diesem Dienstag, und inszenieren je eines ihrer Alben in 3-D, akustisch und visuell. Der Zeichner Christoph Niemann hat das Experiment verfolgt. In seinem Kraftwerk Sketchbook stehen Mensch, Stein und Straße im Bann des Kraftwerk-Klangs – und des Menschmaschinen-Humors. Ein letztes Hurra, bevor sich die Neue Nationalgalerie für mehrere Jahre in die Renovierung verabschiedet.  

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