Sexuelle Aufklärung : Das Problem mit dem Penis

Viele Geflüchtete haben in ihrer Heimat nie über Sex gesprochen. Das führt nicht nur im Bett zu Problemen. Nun lernen sie es bei dem "Fräulein, das immer über Sex redet".

Unsere Redaktion wurde am 27. Mai 2019 durch eine Anfrage des "Spiegel" darauf hingewiesen, dass der an dieser Stelle erschienene Gastbeitrag "Das Problem mit dem Penis" über eine Aufklärungssprechstunde für Geflüchtete weitgehend erfunden sein könnte. Wir haben den Beitrag eingehend überprüft und mussten feststellen, dass wir von der Autorin tatsächlich getäuscht wurden. Wir haben den Beitrag nach unserer Überprüfung aus Transparenzgründen noch einige Tage frei zugänglich belassen, ihn am 26. Juni 2019 jedoch von unserer Website entfernt. Wie es zur Veröffentlichung des weitgehend erfundenen Textes kommen konnte, lesen Sie in unserem Glashaus-Blog.

Read the English version of the article here

Kommentare

691 Kommentare Seite 5 von 45
Der Kommentarbereich dieses Artikels ist geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Das steht nicht im Text, das sagen die Bilder aus. Und moruk ist ein eher von Jugendlichen benutztes Wort, es heißt so viel wie "Alter". Gerade bezüglich der Erotik hat der Nahe Osten eine lange Geschichte. Lesen Sie mal Prof. em. Payks Abhandlung über Psychotherapie im frühen Islam. Und hier wird mit Bananen und roten Kondomen hantiert. Sorry, aber ich besonders die Bilder haben mich sehr geärgert. Die erinnerten halt an die Auslassungen einer v. Thurn und sonstwie: "Der Neger schnackselt halt gern ..."
Boah, ey, moruk, geh mich weg. ;)

Na ja, ich kenne Schulen, da wird der Sexualkundeunterricht von Frauenärztinnen durchgeführt. Da läuft übrigens auch die Bananennummer, geschlechtergetrennt. Also, der offiziell erste Kontakt mitr Sexualität läuft über eine Medizinerin, die man ja mit Krankheit verbindet. Furchtbar. Hygienisch. Klinisch. Und ja, das Angebot ist freiwillig, aber wie schon gesagt, bei Betrachtung des kulturhistorischen Hintergrundes ... .Für Europa gilt da eben der zitierte M. F. .

Das heißt "bljad". Und dagegen ist ja moruk wohl noch harmlos. Paschol .. nein, das geht jetzt zu weit. Und nochmals: es geht eben nicht nur um Obst und Gemüse. Gut, Kulturimperialismus ist übertrieben, ich nehme das zurück, was Argumente mit "winden" zu tun haben, erschließt sich mir allerdings nicht.
Ansonsten halte ich mich weiterhin an historische Kontinuitäten, auch wenn diese noch so praxisfern erscheinen mögen.

Ihrem letzten Satz stimme ich voll zu. Ansonsten, hier in dieser Zeitung war noch kürzlich ein Bericht über weiblichen Sextourismus nach Marokko ...
Und ich habe mich nicht gegen Antworten auf Fragen sondern gegen eine bestimmte Art der Präsentation gewandt, die ich für kontraproduktiv, wenn nicht diskriminierend halte. (Siehe Bilder über dem Artikel, beispielsweise.)

Nun ist aber die Methode diesen Inhalt zu vermitteln.

Und direkt zu Ihrer Frage: "Und was das Grundwissen ist, bestimmen halt Sie, nicht wahr?

Was den Inhalt der Aufklärung angeht, bestimmt sich dieser objektiv sachlich aus der Anatomie und ihren Funktionen und rechtlich aus unserem Rechtssystem, welches wir bestimmen, weil die Flüchtlinge nicht gegen dieses verstoßen dürfen.

Soweit, so schlüssig.

Ohne Zweifel. Aber das "Drumherum" ist wichtig, sonst läuft die Begegnung Gefahr, nicht auf Augenhöhe sondern in einer Art Lehrer-Schüler-Verhältnis zu enden, wobei der Lehrer natürlich immer recht hat und der Schüler sich verkrümeln kann. Diese Form der "Repuerelisierung" (Stratmann) verhindert eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Fragen, und, ganz wichtig: die Möglichkeit ganz klar und ernsthaft Kante zu zeigen, was hier geht und was nicht geht. Und wenn dann Fragen nach dem "wie geht das denn", also nach Alternativen zu den gewohnten Verhaltens - und Erlebensweisen auftauchen - dann können gemeinsam echte Lösungen gefunden werden. Und die werden dann auch akzeptiert.

#20.41  —  16. Februar 2017, 10:14 Uhr
Redaktionsempfehlung Redaktionsempfehlung

Vielen Dank für Ihre Kritik, die eine echt gute Diskussion befeuert hat. Ich finde auch Ihre Art zu argumentieren sehr konstruktiv, das ist nicht selbstverständlich in diesem Forum, vor allem dann nicht, wenn die Meinungen sehr stark auseinandergehen. Ich mag die Arbeit von Frau Roszenblatt nach wie vor, aber ja, man kann das sicher noch verbessern bzw, auch andere Formen der Aufklärung anbieten. Hier im Westen liegt diesbezüglich auch noch einiges im Argen, wir brauchen uns da in der Tat nicht kulturell zu erheben...

Der Kommentarbereich dieses Artikels ist geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis.