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Gute Nachrichten 2019: Uns ist ein Kind geboren. Besser gesagt: zwei Kinder

Frauentag und Pandababys für Berlin, Ehe für alle in Taiwan – und der Rest ist für das Klima: Diese 24 Nachrichten haben uns in diesem Jahr aufgeheitert. Von und

1. Seit hundert Jahren galt die Unterart Chelonoidis phantasticus der Galápagos-Riesenschildkröte als ausgestorben, aber nein! Eine gibt es noch. Es müsste jetzt nur bald ein Männchen her.

2. Turnen sieht immer etwas nach zusammengebissenen Zähnen aus, aber nicht bei Katelyn Ohashi. Bei den Hochschulmeisterschaften in Los Angeles bekommt sie für ihre Kür eine 10, doch diese Note wird ihrer Lässigkeit in Perfektion und ihrer sprühenden Lebensfreude nicht annähernd gerecht.

3. Volvo will ab 2020 die Maximalgeschwindigkeit bei Autos auf 180 Stundenkilometer drosseln, der Sicherheit wegen. In Schweden, dem Heimatland des Konzerns, kein Drama, da sind sowieso nur 120 km/h auf Autobahnen erlaubt.

4. Das EU-Parlament beschließt ein Verbot von Wegwerfprodukten aus Kunststoff, das schrittweise bis 2029 umgesetzt wird. Zuerst soll es die Plastikstrohhalme treffen, was für Caipirinha-Fans ein gewisses Umdenken erfordert.

5. Berlin hat jetzt, was sonst kein Bundesland hat: den Frauentag als gesetzlichen Feiertag. Schön für die Frauen und auch für Berlin, denn es war bisher das Bundesland mit den allerwenigsten Feiertagen. Nimm dies, Bayern!

6. Drei Jahre Gefängnis für einen Schweinezüchter: Das Amtsgericht Ulm fällt ein historisches Urteil, denn damit wird zum ersten Mal ein industrieller Züchter als Tierquäler verurteilt.

7. Wenn die Schüler freitags sowieso nicht da sind, dann können die Lehrer ja auch dahin gehen, wo die Schüler sind, oder? Nach Fridays For Future formieren sich die Teachers For Future – ein Schulfach Klima wäre den Lehrerinnen und Lehrern mittelfristig aber noch lieber als der wöchentliche Streik.

8. Homosexualität sei keine Krankheit, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Er will deshalb Konversionstherapien, die Homosexuelle zu Heterosexuellen umpolen sollen, weitestgehend verbieten. "Es ist okay, so wie du bist", sei das richtige gesellschaftliche Zeichen.

9. Der Bund fürs Leben ist für alle da: Taiwan ermöglicht als erstes asiatisches Land gleichgeschlechtlichen Paaren die Ehe – und stellt sie anderen Ehepaaren rechtlich gleich. Regenbogenflaggen raus!

10. Jeder Mann soll in seinem Leben einen Baum pflanzen? Ziemlich müdes Sprichwort. Der Fotojournalist Sebastião Ribeiro Salgado hat zusammen mit seiner Ehefrau Lélia mehr als zwei Millionen Bäume in Brasilien gepflanzt. Und so aus einer kahl gerodeten Gegend ein Naturschutzgebiet gemacht.

11. Erst Tore schießen, dann Trump artig die Hand schütteln? Nicht mit Megan Rapinoe. Die US-Fußballerin schlägt nach dem WM-Sieg ihrer Mannschaft die Einladung eines Präsidenten aus, den sie engstirnig, rassistisch und einen Sexisten nennt.

12. Schauen Sie mal nach Neuseeland, Mister Trump! Wer dort legal erworbene Waffen zurückgibt, bekommt vom Staat 95 Prozent des Kaufpreises erstattet – und wer illegale Waffen zurückgibt, geht straffrei aus. Das ist verantwortungsvolle Politik.

13. Selbst Neonazis müssen sich ihre Parolen schöntrinken. Nüchtern betrachtet wird das Rechtsrock-Konzert in Themar zum Reinfall.

14. Wer in Monheim lebt, braucht bald kein Auto mehr.

15. Das war der wahrscheinlich sinnvollste Deal der diesjährigen Black Week: Der libanesische Geschäftsmann Abdallah Chatila ersteigert für 600.000 Euro den Faltzylinder und weitere persönliche Gegenstände von Adolf Hitler und spendet die Sachen, damit andere keinen Unsinn damit machen, dem Staat Israel. 

16. Finnland redet nicht über Quoten, Finnland macht einfach Politik: Sanna Marin ist mit 34 Jahre die jüngste amtierende Regierungschefin der Welt. Im Kabinett sind zwölf Ministerposten mit Frauen besetzt, sieben entfallen auf Männer. Und alle fünf Regierungsparteien werden derzeit von Frauen geführt. Ist jetzt halt so.

17. Ich will Spaß, ich geb Gas? Nicht in unserem Nachbarland. Die Niederländer bremsen fürs Klima – und kommen entspannter an. 

18. Die nächste Masernparty muss leider ausfallen

19. Life in plastic is not fantastic anymore. Die Bundesregierung verbietet Plastiktüten im Supermarkt – und es hat gar nicht wehgetan. 

20. In der Politik machen sich die Engländer zum Narren, im Fußball sind sie Vorbilder. Dank Raheem Sterling, der Rassismus mit Toren und Tweets besiegt

21. Menstruieren ist endlich kein Luxus mehr: Tampons und Binden kosten künftig genauso viel Mehrwertsteuer wie Schokolade. 

22. "Drum parke nicht auf unseren Wegen": Früher hatten Radfahrerinnen und Radfahrer solche Aufkleber in der Satteltasche. Vielleicht ist Minister Scheuers Drohung, das Bußgeld für die Radwegblockade auf 100 Euro zu erhöhen, aber doch wirkungsvoller.

23. Für die Klimabilanz und das Guinness-Buch der Rekorde: Äthiopien macht sich die Finger schmutzig und pflanzt 350 Millionen Bäume an einem einzigen Tag. 

24. Uns ist ein Kind geboren. Oder besser gesagt: zwei Kinder.

Um Ihre guten Nachrichten des Jahres 2019 zu identifizieren, haben wir alle Facebook-Postings, die ZEIT ONLINE bis Dezember veröffentlicht hat, mit dem Analysetool Crowdtangle untersucht. Aus den Postings, die von unseren Facebook-Nutzern im Verhältnis am häufigsten mit "Gefällt mir" oder "Love" bewertet wurden, haben wir diese 24 ausgesucht und sie auch als Good-News-Adventskalender auf unserem Instagram-Kanal veröffentlicht.

Und was sind Ihre guten Nachrichten des Jahres? Schreiben Sie in den Kommentarbereich!

Kommentare

4 Kommentare Kommentieren

Danke für die Mühe, ich denke, daß vielen LeserInnen manches davon schon entfallen war. Es ist immens wichtig den Blick auf Vorgänge und Verfehlungen zu richten.