Eigentlich geht es in Gigi D'Agostinos über 20 Jahre alten Song L'Amour toujours, der Titel lässt es erahnen, um die Liebe: "You'll be my baby and we'll fly away", flötet darin der Sänger Ola Onabulé mit hochgepitchter Stimme. Der Text ist kitschig und der Song dank eingängiger Melodie und Kirmes-Beat ein verlässlicher Partyhit. Die perfekte Kombination also für Volksfeste, Fanmeilen und Hochzeits-DJs. Oder?

Spätestens seit dem vergangenen Wochenende ist einer breiten Öffentlichkeit bekannt, dass L'Amour toujours mit rechtsextremistischen Parolen verbunden wird. Dafür gesorgt hat das Video von der Terrasse des Pony-Clubs auf Sylt, in dem eine Gruppe junger Menschen das Lied mit verändertem Text grölte, "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus". Ein Mann deutete dazu mit seinen Händen einen Hitlergruß und einen Hitlerbart an. Und Sylt war nicht der einzige Ort, an dem das Lied übers Wochenende für Schlagzeilen sorgte: Am Samstag wurde das Lied in Bergkirchweih in Erlangen gespielt, wo zwei Männer dazu rassistische Parolen sangen. Zeugen – zwei Polizeibeamte aus NRW, die privat auf dem Fest waren – meldeten den Vorfall.