Brutalismus Luftschlösser aus Beton

Nach dem Zweiten Weltkrieg bot sich der Brutalismus als Projektionsfläche verschiedener ideologischer Programme an: In England gestaltete man so den sozialen Wohnungsbau, in Deutschland wurden mit ihm die urbanen Wunden des Luftkriegs geschlossen, in Osteuropa glaubte man an sein utopisches Potenzial. Der Bildband Atlas of Brutalist Architecture (Phaidon Verlag) zeigt über 850 brutalistische Gebäude und gibt einen Eindruck von deren heutiger Relevanz. Im digitalen Zeitalter sehnt man sich offenbar nach Mauern, durch die kein Handysignal mehr dringt.

Kommentare

138 Kommentare Seite 1 von 9 Kommentieren