Architektur für Tiere Katzen, die an Kathedralen kratzen

Wollen Bienen schöner überwintern? Brauchen Pferde mehr Ästhetik im Stall? Und fragt eigentlich irgendwer den Einsiedlerkrebs, ob ihm sein Haus auch gefällt? Diese Fragen spielt der bei Phaidon erschienene Band Tiertektur durch: Design für Haustiere kann japanisch-minimalistische Hundehütten, Vogelhäuschen in Moscheeform und psychedelische Aquarien hervorbringen – doch hinter dem spielerischen Entwurf steht mehr als der Wunsch, einen Gebrauchsgegenstand fürs Tier optisch zu veredeln: das alte Bauhausdogma nämlich, dass die Form der Funktion zu folgen habe, dass das Tier es bequem und artgerecht damit hat. Denn auch der hölzerne Polyeder für den Hund ist zwar ein Designobjekt, vor allem aber so durchdacht in puncto Bequemlichkeit, dass er besser abschneidet als mancher Bauhaussessel für den Menschen.

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