Nach der ersten Nacht in einer Lodge sind wir auf das Frühstück gespannt: Es gibt das typische Fladenbrot Chapati mit Marmelade, Omelett, Müsli mit heißer Milch und Porridge, dazu den später berüchtigten Lemon Tea und Kaffee. Eingang zum Everest-NationalparkFoto: Bernd Loppow

Nachdem unser Gepäck gepackt und verschnürt ist, schaffen wir einigermaßen pünktlich um 8.oo Uhr den Abmarsch. Heute haben wir die Etappe von Phakding (2.600 Meter) nach Namche Bazar (3.440 Meter) vor uns, 800 Höhenmeter, nicht gerade wenig für eine Tagestour - abends werden wir bestimmt Kopfschmerzen haben.

Unterwegs treffen wir viele Kinder mit Schulranzen. Im ganzen Tal sind in erreichbaren Abständen Schulen errichtet, Schulbeginn ist überall um 1o.oo Uhr, so dass jedes Kind die Möglichkeit hat, zur Schule zu kommen, ohne vor dem Sonnenaufgang losgehen zu müssen. Alle Kinder tragen Schul-Uniform, die wenigsten allerdings haben feste Schuhe. Jene Flip Flops die bei uns gerade sehr ‚angesagt' sind, hier sind die Gummisandalen leider fast Standard-‚Schuhwerk'.

Kirsten hat sich vor der Reise schlau gemacht und deshalb für die Kinder das Richtige in den Rucksack gepackt: Postkarten mit der Skyline von Frankfurt und Buntstifte. Kurz nach der ersten Hängebrücke über den Dudh Koshi bekommen zwei Jungs als Belohnung für's Stillhalten vor der Kamera Karten und Stifte. Die Farben Pink und Orange sind die Favoriten. Heute werden sie die Helden ihrer Klasse sein.

Auch wir werden schnell belohnt: Hinter der nächsten Biegung taucht ganz plötzlich der erste Eisriese auf: der Thamserku (6.6o8 Meter). Atemberaubend im Wortsinne. Ihn werden wir in den nächsten Tagen immer wieder sehen, von allen seinen schönen und beeindruckenden Seiten. Und gleich noch einer: der Khumbi Lha (5.761Meter), für die Sherpas ein heiliger Berg. Sehr ebenmäßig und schön.

Am Eingang zum Sagarmatha National Park erstmal großes Foto-Shooting. Zu schön sind die aufgestellten Schilder, zu wichtig schaut der Nationalpark-Wächter, als dass man nicht fotografieren müsste.