Frithjof Bergmann hat den Begriff der Neuen Arbeit in den Achtzigerjahren erfunden, heute ist er in aller Munde und verhilft dem 88-Jährigen zu spätem Ruhm, ständig sitzt er in irgendwelchen Panels und Konferenzen mit jungen Start-uppern oder Arbeitgebern, die ihre Unternehmenskultur auffrischen und Antworten wollen. Was heißt Neue Arbeit eigentlich? Geht es um mehr Eigenverantwortung? Mehr Sinnhaftigkeit? Oder schlicht um die Frage, wie wir künftig arbeiten wollen? Bergmann, der jahrelang an der University of Michigan Philosophie lehrte, sitzt in seiner Wohnung in Ann Arbor, hinter ihm die Bücherwand, er trägt eine Schiebermütze und blickt in die Kamera seines Laptops. Das Gespräch kann starten.