Maria Alessandra Papa und Bruce Allen wollen eine halbe Million Computer vernetzen, um die ersten Gravitationswellen zu empfangen. Ihr wissenschaftliches Baby ist einstein@home, ein Bildschirmschoner, mit dem sich jeder Computerbesitzer an der Suche nach Gravitationswellen beteiligen kann. Wer sich das kleine Programm auf seinen Rechner lädt, wird mit den Daten der Gravitationswellendetektoren "Geo600" (Hannover) und "Ligo" (USA) versorgt.

Gravitationswellen sind Schwingungen des Raums, ausgelöst von explodierenden Sternen oder schnell kreisenden schwarzen Löchern. Auf der Erde sind die Signale extrem schwach. Die Kunst ist es, aus dem Rauschen der Detektoren die richtigen Signale herauszufiltern. Das ist der Job von Papa und Allen.

Vor zehn Jahren haben sie sich kennengelernt, heute sind sie miteinander verheiratet, ziehen zwei Kinder groß und machen trotzdem Karriere.