An einem Montagmorgen im Februar stehen vier Männer vor einem Wohnblock im Hamburger Grandweg und betrachten die nördliche Außenwand. Hamburg hält sich ja manchmal für die schönste Stadt der Welt, aber hier gammelt der Putz. "Grünalgen", sagt Marco Zywicki. Ihm gehört eine Fassadenreinigungsfirma mit knapp 50 Mitarbeitern, von denen ihn drei an diesem Tag begleiten. Der eine sprüht eine Flüssigkeit, die leicht nach Chlor riecht, auf ein paar Quadratmeter Putz. 20 Minuten einwirken lassen, dann mit 180 Bar Wasserdruck abspritzen. Das Wandstück erstrahlt blendend weiß. "Jetzt mal bitte die ganze Fläche so vorstellen", sagt Marco Zywicki, "das sieht dann aus wie neu."